Nachdem der US-Modegigant Forever 21 für eine Werbekampagne ein Model engagiert und Ariana Grandes “7 Rings”-Musikvideo nachgestellt hatte, zog die Popsängerin vor Gericht und verlangt eine Entschädigung in zweistelliger Millionenhöhe.

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Credit: Kevin Mazur / GettyImages

Grande ist sauer
Unglaublich häufig werden internationale Musiker/innen und Bands verklagt, welche sich an diversen Lyrics und Beats bedient haben sollen oder Menschen bei Gigs in Gefahr brachten und schließlich tief in die Tasche greifen müssen. Dass eine anerkannte und gefeierte Popsängerin nun den Spieß umdreht, ist dennoch etwas Neues und verwundert aktuell Millionen von Fans. Die Rede ist von US-Sensation Ariana Grande, welche eine Entschädigung in zweistelliger Millionenhöhe verlangt. Doch was war passiert?

Wie die Journalisten vom “Hollywood Reporter” erklärten, hat die 26-jährige Sängerin Klage gegen “Forever 21” eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von mindestens zehn Millionen US-Dollar - rund 9,08 Millionen Euro. Und der Grund scheint für sie auf der Hand zu liegen: Für eine neue Werbekampagne auf allen sozialen Medien hat der US-Modegigant ein ihr ähnlich aussehendes Model engagiert und sie mit Kleidung und Accessoires ausgestattet, welche wir aus Aris Musikvideo zu “7 Rings” kennen dürften. Passend dazu setzte sich das Girl ebenfalls so in Szene, posierte wie der Superstar und scheint ihr zum Verwechseln ähnlich zu sehen.

Glaubt man der eingereichten Beschwerde, welche vom kalifornischen Bundesgericht entgegengenommen worden war, so haben die Bosse von Forever 21 vor dem Release der Kampagne Kontakt zu Grandes Management aufgenommen und wollten sich bezüglich eines Endorsement-Deals einigen. Doch auf einen Preis habe man sich nicht einigen können.

“Der Deal, den Forever 21 mit Frau Grande ersuchte, drehte sich um Social Media Marketing und war nicht beschränkt auf Twitter-Posts, Instagram-Posts und Instagram-Stories", kann man in der Beschwerde nachlesen. Für einen Post wollte die “7 Rings”-Interpretin einen “hohen sechsstelligen Betrag” haben, woraufhin es zu keiner Vertragsunterzeichnung kam “und Miss Grande das Angebot nicht angenommen hatte”.

Rund 30 Bilder sollen für die Kampagne veröffentlicht worden sein, welche mittlerweile wieder von den offiziellen Profilen des Labels gelöscht worden waren. Jene Schnappschüsse sollen ”den Namen, das Bild, die Ähnlichkeit und die Musik von Frau Grande missbrauchen, um eine falsche Wahrnehmung einer Werbung zu erzeugen” und ihre Fans in die Irre zu führen …

Wie der Fall wohl ausgehen wird?