Nach über 15 Jahren hat Shindy der FKA Crew aus seiner Heimatstadt seinen Respekt ausgesprochen und möchte von nun an keinen Streit mehr mit den Jungs haben.

bigFM Deutschrap rasiert Shindy

Credit: William Krause / bigFM

Mit “Drama” an die Spitze
Michael Schindler ist ein 30 Jahre alter Rapper und Produzent, welcher als Sohn eines Deutschen und einer Griechin im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen zur Welt kam. Schon vor seiner Zeit als Teenager schrieb er erste Texte nieder und wurde schließlich als 15-Jähriger vom griechischen Künstler Jaysus entdeckt - der Rest ist Geschichte. Seither macht Schindler unter dem Alter Ego Shindy die deutschsprachigen Charts unsicher und veröffentlichte erst am 12. Juli 2019 seine fünfte Nummer-eins-LP. Mit “Drama” landete Shindy an der Spitze des Rankings und konnte damit das Battle gegen Ed Sheeran und dessen Album “No. 6 Collaborations Project” für sich entscheiden. Via Instagram bedankte sich der “Road2Goat”-Künstler bei allen Fans.

“Auch wenn es mittlerweile mein viertes #1-Album [in Deutschland] ist, so bedeutend wie dieses Mal, war es noch nie. Ich möchte mich bei Euch allen für euren unglaublichen Support bedanken. Insbesondere bei den Menschen, die sich mehr oder weniger blind auf meine Seite gestellt haben, als niemand wusste, ob das, wovon wir träumten und woran wir 24/7 arbeiteten, jemals veröffentlicht werden darf. Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön an alle, die ihren Teil hierzu beigetragen haben. Ich hoffe ihr genießt es genau so wie ich. […] Genießt die Musik. Genießt die Videos. Danke Gott”, schrieb Shindy nieder und richtete sich im Anschluss an Ed Sheeran, welcher ihn “bitte in Ruhe lassen” möchte …

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Beef mit Crew
Dass der aus Bietigheim-Bissingen stammende Rapper aktuell alle Hände voll zu tun hat und bereits die angekündigte “Untouchable”-Konzertreise, welche im Februar 2020 stattfindet, plant, ist nichts Neues mehr. Kein Wunder also, dass er erst vor kurzem das Kriegsbeil mit einer Crew aus seiner Heimatstadt begraben hatte, nachdem er sie auf dem für bigFM exklusiv aufgenommenen Track “Road2Goat” wie folgt disste:

“Ich hab‘ dich letztens noch geseh’n in deiner scheiß Karre / An der Kreuzung bei McDonald’s, Polizeiwache / Du dachtest damals, du wirst NBA-Pro / Guck auf die Day-Date, Bro, den Rolls-Royce Wraith, Bro / Wer ballt jetzt, Junge? Ich hol‘ den Rebound / Seh‘ fresher aus als damals mein Profilbild bei GreekTown.

Du sahst aus, als würd‘ dich dein Beamtenalltag reizen / Danke für die beste rote Ampel aller Zeiten / Ich weiß noch früher, große Pause, Raucherstein / Alles, was ich wollte, war da stehen und genauso sein / Carhartt Beanies, Osiris D3s.

Weiße Dickies-Sweater, Riot-City-Rapper / Jetzt ist euer Leben nur noch Zweitliga, ah / Jeden Tag nine-to-five Minesweeper, ah / Damals hieß es: ‘Open-Mic, nur Shindy kann nicht rein!’ / Heute heißt es: ‘Ey, du bist doch Shindy, kann das sein?’ / Ich scheiß‘ auf eure Riot-City-Jams / Ich bin immer noch Bissingens 50 Cent.”

Ihre Antwort
Via YouTube schlug die sogenannte FKA Crew bereits im März 2019 zurück, veröffentlichte den Diss-Track “Riot City Shirt” und richtete sich gegen ihren Rivalen:

“Shindy glaubst du wirklich, ich habe Angst mich mit dir anzulegen / Ich bin angetreten, um ein bisschen von deinem Glanz zu stehlen / Du hast recht, ich fühle mich wohl in meinem Beamtenleben / Wohlstandsbauch, schwarzer Audi, lass' uns von was anderem reden / Shindy, ich habe Respekt davor, was du geschafft hast / Ich habe Respekt davor, was du für unsere Stadt gemacht hast […] Dein Song ist witzig Shindy, ein echter Schenkelklopfer / Wir sind die rappenden Opas und du die Enkeltochter.”

Kriegsbeil begraben
Dass Shindy nach 15 Jahren Beef den Streit nun komplett aus der Welt schaffen möchte, erklärte der 30-Jährige bereits, hat Respekt für die FKA Crew aus seiner Heimatstadt und möchte von nun an keinen Streit mehr mit den Jungs haben. Stattdessen hätte er “übrigens wirklich gerne das rote Rot City Shirt” und erklärte via Instagram-Story: “Das ist historisch. Wer weiß, der weiß. Von meiner Seite aus ist dieser erbitterte Beef hiermit beendet. Respekt an FKA Crew. Ich hatte niemals mit einer Antwort gerechnet aber die Jungs haben dann 15 Jahre später doch nochmal ihr Studio entstaubt und einen Urlaubstag geopfert um mich zu dissen. Ich hab' mich ganz kurz wieder wie 15 gefühlt. Dankeschön, das war unbezahlbar! Ich hätte übrigens wirklich gerne das rote Riot City Shirt. Bietigheim Sunshine. [sic]”