Medienberichten zufolge soll Soulja Boy eine Frau entführt und in seiner Garage an einen Stuhl gebunden haben. Doch die Staatsanwaltschaft interessiert sich für die Vorwürfe scheinbar eher weniger und lässt die Anklage fallen.

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Glück gehabt
Wie es scheint, ist Soulja Boy in seinem Kidnapping-Fall gerade noch mal mit dem Schrecken davon gekommen. Anfang des Jahres wurde der Rapper bezichtigt eine betrunkene Frau, bei der es sich um eine ehemalige Liebhaberin gehandelt haben soll, gefesselt und sechs Stunden in seiner Garage festgehalten zu haben. Wie “TMZ” berichtete, soll sie angeblich zu seinem Wohnort in den Agoura Hills, einem Vorort von Los Angeles, gefahren sein. Dort war sie jedoch gar nicht gern gesehen und wurde mehrfach gebeten das Grundstück zu verlassen. Als die Frau beim Ausparken aus der Einfahrt an einen Bordstein donnerte, soll Soulja Boys Manager aus dem Haus gelaufen und von ihr angegriffen worden sein. Die Anklägerin behauptete, dass Young Drako sich daraufhin einmischte und die Situation mit Tritten gegen sie lösen wollte. Daraufhin habe sie drei gebrochene Rippen und eine Gehirnerschütterung davongetragen, woraufhin sie Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Musiker und sein Team erstattete.

Er glaubt an seine Unschuld
Vertrauliche Quellen bestätigten wenig später, dass eine anonyme Person einen Entführungsbericht bei der Polizei einreichte und aktive Ermittlungen in die Wege geleitet wurden. Und in der Tat wurde das Anwesen des gebürtigen US-Amerikaners untersucht, wo man jedoch keine Spuren, die auf eine Rangelei oder sogar eine Geiselnahme hinweisen, finden konnte. Die Staatsanwaltschaft entschied sich aufgrund mangelnder Beweise die Strafverfolgung einzustellen. Soulja Boy stritt diese Vorwürfe von Anfang an als “zu 100 Prozent erfundene Geschichte” ab und betitelte den Vorfall als “klassische Racheaktion einer Ex”.  

Da hat er ziemlich viel Glück gehabt, denn ein weiteres Gerichtsverfahren hätte die Karriere des “Crank That”-Interpreten eventuell nicht verkraftet. Dummerweise geriet Soulja Boy bei genau dieser Hausdurchsuchung erneut ins Visier der Beamten. Trotz Verbot sämtlicher Waffen, fand man bei dem 28-Jährigen Monition vor, was gegen die Auflagen seiner fünfjährigen Bewährungsstrafe verstößt. Alleine deswegen muss er nun acht Monate hinter schwedischen Gardinen absitzen. Eine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung hätte diese Zeit mit Sicherheit dramatisch verlängert.

Ob das noch was wird?
Währenddessen plant Soulja Boy sein Comeback vom Knast aus und ist sich sicher, dass sich sein Ruf in der Musikindustrie von den Anschuldigungen erholen wird. In einem Anruf aus dem L.A. County Jail mit Manager Miami Mike verkündete er: “Das größte Comeback des Jahres 2019 geht weiter. Es geht bergauf. Das Album ist unterwegs. […] Ich liebe alle meine Fans! Bitte seid euch sicher, dass es noch nicht vorbei ist. Es ist ein nur kleiner Rückschlag für einen umso großen Neuanfang.”