Nachdem ein schwarzer 890 Dollar teurer Pullover von Gucci im Netz promotet wurde, der einen roten Mundausschnitt aufweist und an die Zeiten der Sklaverei in den USA erinnert, gehen einige Rapper auf die Barrikaden.

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Credit: Hollywood To You / GettyImages

Gucci ist gestrichen
Schon in den vergangenen Monaten und Jahren hatten Designer und ganze Teams bei der ein oder anderen Kollektion den eigentlichen Menschenverstand ausgeschaltet und mit neuen Stücken oder Promo-Bildern einen Shitstorm auf sich gezogen. Das schwedische Modehaus H&M zum Beispiel steckte einen dunkelhäutigen Jungen erst in 2018 in einen Pullover mit Affen-Aufschrift und sorgte für weltweite Empörung und geplatzte Deals mit namhaften Künstlern.

Und auch in diesem Jahr dauerte es nicht lange, bis solch ein Fauxpas ein weiteres Mal passierte und sich die Wolken über dem luxuriösen italienischen Modeunternehmen verdunkelten. Und schuld daran ist folgendes Bekleidungsstück:

Der 890 Dollar teure schwarze Pullover, der einen dicken roten Mundausschnitt featured, erinnert stark an die Zeiten der Sklaverei in Amerika und wird unter dem Hashtag #Blackfacing im Netz geteilt. Viele international erfolgreiche Künstler hatten sich gegen die Marke ausgesprochen, sich trotz einer Entschuldigung des Label distanziert und rufen derweil auf, Gucci zu boykottieren.

Als Multimillionär und euer langjähriger Kunde muss sich etwas loswerden: Ihr habt uns beschissen. Eure Entschuldigung wird nicht akzeptiert!!!! Wir fallen auf dieses: ‘Ops, meine Schuld. Wir wollten nicht rassistisch oder despektierlich sein!’ nicht mehr rein. Ihr wusstet, was zum Teufel ihr da tut und wir machen so etwas nicht mit, erklärte Rapper T.I. und fügte hinzu, dass er diese scheiß Firma nicht weiter unterstützen und keine weitere Kleidung mehr kaufen wird.

Und auch Kollege Soulja Boy, der normalerweise mit einem Gucci-Stirnband in der Weltgeschichte herumspringt, meldete sich bei seinen Fans zu Wort und trug einen Kopfschmuck der Marke Fenty: Bis es weitere Informationen gibt, ist Gucci für mich Geschichte. […] Ich bin schockiert, […] ich habe das Label immer unterstützt und Hunderttausende von Dollar für die Kleidung ausgegeben - bis ihr mit dem Blackface aufgetaucht seid. Ich werde Fendi ab jetzt rocken.

50 Cent ging im Übrigen noch einen Schritt weiter und schrieb folgende Zeilen nieder: Ich muss alles von Gucci loswerden, was ich daheim habe. Ich unterstütze die Marke nicht mehr, bevor er ein Shirt der italienischen Designer verbrannte:

Doch nicht nur US-amerikanische Rapper meldeten sich zu Wort. Auch Manuellsen lehnt Gucci ab jetzt ab und gestand: Wann will die schwarze Community es endlich lernen, die machen das, damit ihr euch aufregt, jeder drüber redet, und ganz White Amerika diesen Pullover aus Solidarität kauft und rundete den Post mit dem Hashtag "#fckgucci" ab.