Fast zwei Jahre nach dem Tod von Frontmann Chester Bennington jammte Mike Shinoda ein weiteres Mal mit den Linkin Park-Mitgliedern und veröffentlichte ein Selfie mit Joe Hahn und Rob Bourdon.

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Credit: John Wolfsohn / GettyImages

Solo von Shinoda
Am 20. Juli 2017 hatte sich Chester Bennington in seinem Anwesen in Los Angeles das Leben genommen und veränderte das Leben von Millionen von Fans der Gruppe Linkin Park. Doch nicht nur seine Supporter mussten sich am Ende mit dem Ableben des Frontmanns auseinandersetzen, auch seine Familie und LP-Bandkollegen verarbeiteten den Tod auf ihre eigene Art und Weise. Kumpel Mike Shinoda zum Beispiel kreierte sein Solo-Debütalbum “Post Traumatic” und sagte gegenüber dem “Kerrang”-Magazin aus, wie er seine Gedanken bündeln und die Erstellung angehen konnte.

“Ich glaube wirklich an die kathartische Kraft, bestimmte Dinge zu machen. Als ich meine schwersten Zeiten hatte, haben mir das Malen und die Musik geholfen, sie zu überstehen. Manchmal musste ich in meinen Schmerz eintauchen und diesen niederschrieben. Manchmal war es die Kunst, in welche ich mich vertiefen konnte. Aber beides hilft mir, es zu überstehen. […] Chesters Tod hat alles verändert, manchmal auf sehr offensichtlichen Wegen, manchmal auf weniger offensichtlichen. Ich glaube, dass meine Trauer eine Achterbahnfahrt der Gefühle ist. Es ist keine gerade Linie. Ich hatte immer den Eindruck, dass die verschiedenen Stadien der Trauer - Verdrängung, Wut, Auseinandersetzen, Depression und Akzeptanz -, über die die Leute sprechen, genauso und in dieser Reihenfolge abliefen. Doch in Wirklichkeit ist es nicht so. Überhaupt nicht. Sie kommen und gehen und das ohne eine bestimmte Reihenfolge. Manchmal hat man ein Gefühl, welches einen den ganzen Tag begleitet. An anderen Tagen wechselt man von einer Stimmung in die andere, innerhalb einer Minute; man fühlt sich zuerst depressiv, dann hat man Angstzustände, dann ist man glücklich, danach wütend. Du bist komplett durcheinander, aber es gab keine gerade Linie.”

Neues Projekt mit Linkin Park
Seine LP an sich schaffte es in die weltweiten Charts und auch eine dazu passende Tournee machte Shinoda wieder glücklich. Allein in Deutschland stand er während seiner “Post Traumatic Tour 2019” siebenmal auf der Bühne und konnte allen einheizen. Doch im Alleingang möchte Mike in Zukunft nicht mehr performen, sondern bestätigte bereits mehrere Meetings mit den restlichen Mitgliedern der Gruppe Linkin Park und teilte selbst ein Selfie mit DJ Joe Hahn und Schlagzeuger Rob Bourdon. Dazu schrieb er, dass er “dankbar” sei, seine “Idole und größten Influencer” getroffen zu haben, während Hahn die Worte “lightning can strike many times” kommentierte und zwei Blitz-Emojis hinzufügte.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Was es mit dem Satz auf sich hat und ob jener Teil eines neuen Liedes ist, wurde unterdes noch nicht bestätigt oder verneint. Eine “gemeinsame Zukunft” wird es laut Mike Shinoda auf jeden Fall geben, welcher schon häufiger erklärte, dass “einfach alles passieren” könnte und er “nichts vorhersagen” möchte.