Damit sich der US-Senat mehr um die Rechte von Schwulen, Lesben, Transgender und Bisexuellen kümmert, schaltete sich Taylor Swift ein und rief ihre Fans auf, politisch aktiv zu werden.

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Credit: Rich Fury / GettyImages

Geldspende und persönliche Nachrichten
“Ich schreibe diesen Post über die kommende Zwischenwahl am 6. November [2018], in welcher ich in meinem Bundesstaat Tennessee wählen gehen werde. In der Vergangenheit habe ich gezögert, meine politischen Ansichten öffentlich zu äußern. Aufgrund verschiedener Ereignisse in meinem Leben und in der Welt in den vergangenen zwei Jahren denke ich jetzt komplett anders darüber. Ich habe immer und werde immer meine Stimme dem Kandidaten geben, der die Menschenrechte schützt und für sie in unserem Land kämpft“, erklärte US-Superstar Taylor Swift bereits im vergangenen Jahr in einem Post auf Instagram und stärkte der LGBT-Community den Rücken. Die eigentliche Diskriminierung aufgrund der eigenen Vorlieben findet sie schlichtweg falsch und fügte hinzu: “Ich glaube, dass der systematische Rassismus, den wir in unserem Land immer noch gegenüber farbigen Menschen haben, beliebt, erschreckend und widerlich ist.”

Doch die 29-Jährige veröffentlichte nicht nur jene Zeilen, sondern wandte sich auch im Privaten an einige Mitglieder vom “Tennessee Equality Project” und stiftete jener Organisation, die sich für die Rechte von Schwulen und Lesben in ihrem Heimatstaat Tennessee eingesetzt, 100.000 Euro - rund 113.000 Dollar. Dazu hinterließ sie eine hangeschriebene Notiz mit den Worten: “Lieber Chris, ich schreibe dir, weil ich dir sagen möchte, dass mich die Arbeit, die ihr leistet, wirklich inspiriert. […] Bitte akzeptiere diese Spende, damit ich euch und eure Arbeit unterstützen kann. Ich bin so dankbar dafür, dass sie allen Menschen einen Platz schenken.”

Aktion zum “Pride Month”
Im neuesten Streich ging Taylor sogar noch einen Schritt weiter und startete eine eigene Petition für LGBTQ-Rechte und rief ihre Fans bereits zum Unterschreiben auf. Das Dokument richtete sich an Lamar Alexander, den Senator ihres Heimatstaates Tennessee, welcher das zur Abstimmung anstehende Gleichstellungsgesetz “Equality Act” unterschreiben und sich für Schwule und Lesbe einsetzen solle. Ihre Fans sollen sich ebenfalls um ihre Mitmenschen kümmern, politisch aktiv werden und ihre eigenen Senatoren anschreiben.

Dass sich Swift auch dieses Mal wieder gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump stellt, ist im Übrigen kein Geheimnis mehr: In der neuen Petition, die passend zu Beginn des “Pride Month” gestartet war, widerspricht sie dem 72-Jährigen, welcher den im Mai vom US-Repräsentantenhaus verabschiedeten Gesetzentwurf kritisieren würde.

“In Amerika mangelt es den eigenen Bürgern an Schutz, sodass LGBTQ-Menschen ständig in Angst leben müssen, ihr Leben könnte von einem homo- oder transphobischen Arbeitgeber oder Vermieter auf den Kopf gestellt werden. Die Tatsache, dass einige Menschen rechtlich voll und ganz dem Hass und der Bigotterie [Scheinheiligkeit] anderer ausgeliefert sind, ist widerlich und nicht akzeptabel”, erklärte die “ME!”-Interpretin und forderte alle auf, ihre Petition zu unterschreiben, damit der “Equality Act” zur Realität und die LGBTQ-Community “nicht auf der Arbeit, daheim, in Schulen und in der Öffentlichkeit diskriminiert wird”.

Über 97.000 Stimmen konnte Taylor Swift unterdes schon generieren. Bei 150.000 Unterschriften wird ihr Anliegen von dem Senat in ihrem Heimatstaat Tennessee unter die Lupe genommen.