Zu Lebzeiten konnte Nipsey Hussle bereits einen Deal mit PUMA eingehen und arbeitete an seiner ersten eigenen Kollektion, welche auch nach seiner Ermordung veröffentlicht werden soll.

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Credit: Vivien Killilea / GettyImages

RIP Hussle
Am Sonntag, den 31. März 2019 wurde US-Rapper Nipsey Hussle vor seinem eigenen “The Marathon Clothing”-Klamottenladen in Los Angeles erschossen. Seiner Familie und seinem Bodyguard hatte der 33-Jährige nichts von der morgendlichen Spritztour erzählt und wollte eigentlich nur seinem alten Kumpel Eric Holder einen Gefallen tun. Beim Treffen kam es schließlich zur handfesten Meinungsverschiedenheit, bevor letzterer Gangster vom Ort des Geschehens geflüchtet und schließlich mit einem weißen Chevy Cruze zurückgekehrt war, eine Waffe gezückt und Nipsey Hussle erschossen hatte. Der “Victory Lane”-Interpret erlag seinen Verletzungen, zwei weitere Personen wurden beim Drive-By-Shooting getroffen und mussten im Krankenhaus verarztet werden.

“Das alles ergibt keinen Sinn. […] Lieber Gott, bitte lass seinen Geist in Frieden ruhen. […] Es tut mir so leid, dass es dir passiert ist”, erklärte US-Superstar Rihanna, nachdem die schrecklichen Nachrichten die Runde machten. Basketball-Superstar LeBron James veröffentlichte folgende Worte: “Wir haben doch letztens noch miteinander geschrieben. Ich habe dir noch gesagt, wie stolz ich auf dich war und dass ich dich nächste Saison zu mehr Lakers-Spielen bringen will.”

Kooperation mit PUMA
Hussle selbst hatte seiner eigenen Gang bereits vor Jahren den Rücken gekehrt, wollte die Straßen von Los Angeles aufräumen und vor allem für junge Kids sicherer machen. Mit der ortsansässigen Polizei hatte er unter anderem zusammengearbeitet und wollte illegalen Machenschaften den Garaus machen. Auch hatte Nipsey seiner eigenen Community zu Lebzeiten Millionen gespendet und dafür gesorgt, dass Teenager einige Orte hatten, um sich frei ausleben und lernen zu können. Doch das soll es dann noch nicht gewesen sein: Wie PUMAs Brand und Marketing Global Director Adam Petrick ebenfalls erklärte, arbeitete der Rapper kurz vor seiner Ermordung an seiner ersten eigenen Kollektion und wollte diese für “seine Menschen” releasen.

“Wir hatten viele Pläne, die in die Tat umgesetzt werden sollten. Und hoffentlich werden wir mit seinen Hinterbliebenen jene tatsächlich angehen können”, erklärte Petrick beim “Future of Everything Festival” vom “The Wall Street Journal”. “Wir arbeiten mit seiner Familie zusammen und werden seine [beiden] Kinder unterstützen. Wir werden in Zukunft einige Produkte droppen, an welchen wir zusammengearbeitet hatten. Wir werden ebenfalls einige Wohltätigkeitsorganisationen, mit welchen Nipsey kooperierte, finanziell unterstützen und versuchen seine eigene Stiftung in Crenshaw [Stadtteil von Los Angeles] am Leben zu erhalten.”

Hussle selbst gab nur drei Wochen vor seinem Tod die News bekannt und bedankte sich für das Angebot:

“Das Konzept, mit Nipsey zu kollaborieren, ergibt nur Sinn. Er selbst hat viele gute Dinge geleistet und hatte die Idee, wie er seine Gemeinschaft verbessern konnte. Er wollte so viel erreichen”, fügte PUMAs Brand und Marketing Global Director Adam Petrick abschließend hinzu.

Im Herbst 2019 möchte der deutsche Sportartikelhersteller die erste Kollaboration “PUMA X TMC” (Abkürzung für Hussles eigenen Laden “The Marathon Clothing”) der Welt präsentieren.