Während seiner ersten Panikattacke blickte James Arthur dem Tod ins Auge und überdachte all seine “schlechten Entscheidungen”, die er bislang getroffen hatte.

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Panikattacken und Depressionen
Schon als 15-jähriger junger Mann hatte James Arthur seine Gedanken niedergeschrieben und alle schlechten Erfahrungen so verarbeiten wollen. Als Sänger in Bands wie “Moonlight Drive”, “Cue to Drama”, “Save Arcade” und “Emerald Skye” wollte er es schließlich weit bringen und konnte die Massen dennoch nicht überzeugen. Im Alleingang hingegen meldete sich der britische Künstler bei der Castingshow “The X Factor” an und gewann die neunte Staffel. Mit der Coverversion von Shontelles Single “Impossible” schaffte es James weltweit an die Spitze der Charts und schmiss sein gerade erst verdientes Geld mit beiden Händen zum Fenster raus. Eine Party-Nacht folgte auf der nächsten, bevor Arthur selbst abrutschte, depressiv wurde und vor jeder seiner Shows Panikattacken hatte.

Bereits im Dezember 2016 sprach er über jene Momente und sagte gegenüber dem Team von “DailyStar”: “Ich habe immer noch schlimme Angstattacken, bei denen ich denke, dass ich sterben werde und nicht atmen kann. Dann muss ich einen Krankenwagen rufen. Es ist die schlimmste Sache auf der Welt. Mein ganzes Leben ist darauf ausgerichtet, um diese nicht mehr zu haben. […] Ich nehme keine Medikamente, weil ich sehr schnell von allem abhängig werde - was in sich eine mentale Krankheit ist. Ich versuche einfach, so viel wie möglich darüber zu reden.”

Doch wirklich im Griff hat er seine Schübe nicht. Erst im August 2018 wurde Arthur rückfällig und gestand via Twitter: “Ich hatte heute Nacht eine Panikattacke auf der Bühne vor 12.000 Leuten und keiner hat es bemerkt, aber ich dachte, ich würde auf dieser Bühne sterben. Das war bestimmt das angsteinflößendste Erlebnis, was mir in meinem Leben widerfahren ist. Dennoch lässt es mich das ehren und wertschätzen, was ich habe. Danke euch allen für alles.”

Musiker kam zur Besinnung
Statt sich zu verstecken, möchte der “Say You Won’t Let Go”-Interpret seinen Fans Hoffnungen machen und ist aktuell das Gesicht der britischen Kampagne “Where’s Your Head At?”. Im Promovideo spricht James über seine eigenen Erfahrungen und sagt: “Schon mit jungen Jahren hatte ich erste Attacken - sie können wirklich schlimm sein. Als ich erstmals richtig Panik hatte, habe ich gedacht, dass ich sterben würde. Ich war mir sicher, dass ich sterben würde, was mich dazu gebracht hat wirklich schlechte Entscheidungen in meinem Leben und meiner Karriere zu treffen und sie zu überdenken.”

Nachdem sich der 31-jährige Sänger seinen Ängsten gestellt hatte, musste er schließlich seine “eigene Seele erforschen” und herausfinden, warum er überhaupt auf dieser Erde ist. Vor allem aber wurde er noch mehr unter Druck gesetzt, ein gutes Vorbild zu sein und musste erst damit lernen umzugehen, dass die Meinungen anderer nicht so stark sein durften wie seine eigenen. “Viele Personen wollen dich fallen sehen, wenn du in der Öffentlichkeit stehst. Als ich an einem wirklichen Tief angekommen war, musste ich mich selbst und meine Seele erforschen und mich um meine mentale Gesundheit kümmern. Ich habe eine wirklich lange Zeit schweigend gelitten, bis ich selbst dazu gekommen bin, dass ich mich jemandem anvertrauen muss. Ich war wirklich überrascht, nachdem ich herausgefunden hatte, wie viele Menschen Probleme mit sich selbst haben und sich so fühlten wie ich”, gestand James Arthur in der “Where's Your Head At?”-Kampagne und machte seinen Fans Hoffnungen auf eine bessere Zukunft, sollten sie ebenfalls den Schritt wagen und mit einem Therapeuten oder guten Freund reden wollen.

Vor allem aber möchte sich der britische Musiker auf eine positive Zukunft fokussieren und verarbeitete dieses Gefühl in seiner neuesten Single “Falling like the Stars”. Hier geht’s zum neuen Track und dem dazu passenden Lyrics-Video: