Bevor der Skandal-Rapper im November 2018 verhaftete worden war, kooperierte er mit einem dänischen Künstler und scheint das Endresultat nicht veröffentlichen zu wollen. Im Anschluss daran wurden 6ix9ine und dessen Team von Sleiman auf 100.000 Dollar verklagt.

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Dumm gelaufen
Den 19. November 2018 wird US-Rapper 6ix9ine sein Leben lang nicht mehr vergessen, denn genau an jenem Tag wurde er von der Polizei verhaftet und in gleich neun Fällen angeklagt. Schuldig bekannte er sich bereits für den Besitz von Waffen, seinem Drogenhandel, der organisierten Kriminalität, einem bewaffneten Überfall und einem Auftragsmord, sodass er sich auf eine Gefängnisstrafe von 32 bis 47 Jahren freuen kann. Am 04. September 2019 soll das eigentliche Gericht noch einmal tagen und das Urteil verkünden. Bis dahin bleibt der Skandal-Rapper in Untersuchungshaft und versucht, dank der Zusammenarbeit mit den Behörden, einen Deal heraushandeln zu können. Ob er damit Erfolg haben wird, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten herausfinden.

6ix9ine hingegen muss nicht nur seinen eigenen Anwalt bezahlen und für den Schutz seiner Familie sorgen, während er eingesperrt ist. Daniel Hernandez, so sein bürgerlicher Name, muss schon bald ein weiteres Mal tief in die Tasche greifen, nachdem er einem dänischen Rapper eine Zusammenarbeit versprochen und am Ende nicht abgeliefert hatte. Das zumindest geht aus den gerichtlichen Abschriften hervor, welche laut der TMZ und dem XXLMag den Weg ins Netz gefunden haben. Der Künstler mit dem Alter Ego Sleiman soll demnach bereits mit dem Paradiesvogel kollaboriert haben, doch das Endresultat ist bis zum redaktionellen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht worden und soll von 6ix9ines Team zurückgehalten werden. 100.000 Dollar verlangt der Däne von seinem inhaftierten Kollegen sowie dem Label “10k Projects”, weil das Lied noch nicht veröffentlicht und er noch keinen Cent für seine Bemühungen gesehen habe. Stattdessen soll Universal Music Denmark - Sleimans Plattenfirma - im September 2018 und demnach zwei Monate vor der Festnahme 6ix9ines, für das Feature bezahlt und dem “STOOPID”-Interpreten 100.000 Dollar überwiesen haben.

Unter dem Titel “Red Bandnna [sic]/Black Hoodie” soll das Stück aufgenommen worden sein, welches nach der eigentlichen Fertigstellung von “10k Projects” in Beschlag genommen und nicht freigegeben worden war. Auch soll man Sleiman mit einer Klage gedroht haben, sollte der Däne den Track ins Netz speisen und ohne eine Zusage releasen wollen. Der Rapper selbst schaltete schließlich seine Anwälte ein und versucht gerichtlich nicht nur sein Geld für das Feature mit 6ix9ine zurückzuverlangen, sondern möchte auch den Zuspruch für den Drop erstreiten. Wie die Sache am Ende ausgehen wird?