Bushido soll mit dafür verantwortlich gemacht worden sein, dass Clan-Chef Arafat Abou-Chaker zwei Wochen lang in Untersuchungshaft gesessen hat. Ende Januar 2019 wurde er entlassen und könnte dem Rapper schon bald das Leben schwer machen.

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Credit: Andreas Rentz / GettyImages

Angst um sein Leben
“Er bestimmte unser gesamtes Leben, das ganze Denken meines Mannes. Er hat uns lange genug abkassiert und beinahe unsere Ehe zerstört”, gestand Bushidos Ehefrau Anna-Maria im Interview mit dem “Spiegel” im September 2018 und fügte hinzu, dass Arafat Abou-Chaker selbst die Beerdigung von ihrer verstorbener Schwiegermutter bestimmt hatte: “Ich hatte die Mutter meines Mannes bis zum Schluss gepflegt, und jetzt durfte ich nicht mit meinem Mann zusammen an ihrem Grab stehen. Stattdessen standen da irgendwelche Rocker und halb Neukölln.” Doch auch die Trennung von Bushido und dem Berliner Clan-Chef Anfang 2018 hatte keine Besserung gebracht. Aufgebracht sagte die fünffache Mutter abschließend: “Natürlich haben wir Angst, dass jemand aus Rache auf mich oder meinen Mann schießt. Eigentlich rechnen wir jeden Tag damit. Aber wir blenden das aus. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig.”

Wirklich ausgeblendet hatte das Paar die Gefahr nicht und soll am Ende sogar dafür verantwortlich gemacht worden sein, dass Arafat Abou-Chaker zwei Wochen lang in Untersuchungshaft gesessen hatte. Gegen seinen ehemaligen Kumpel soll Bushido ausgesagt und erklärt haben, dass dieser die Entführung seiner Kinder und Ehefrau planen würde. Beweise fehlten der Berliner Staatsanwaltschaft dennoch, sodass der 42-Jährige am Donnerstag, den 31. Januar 2019 mit einer Einkaufstüte, einer Sporttasche und seinen Entlassungspapieren die Justizvollzugsanstalt in Berlin Moabit verlassen konnte, sein Haftbefehl ist aufgehoben worden.

Muss sich Bushido fürchten?
Glaubt man dem 24 Jahre alten Rapper Capital Bra, so soll sein ehemaliger Chef viel zu eng mit der Polizei zusammenarbeiten und tatsächlich seinen ehemaligen besten Freund verraten haben. “Das hier ist kein Promo-Move. Das hier ist traurig. Das ist sehr traurig. Ich bin nicht mehr EGJ, da mein Label-Boss mit der Polizei arbeitet”, erklärte der Berliner in einem Video auf Instagram und fügte hinzu: “Er hat Polizeischutz bekommen – ok, konnte man irgendwo noch verstehen, seine Kinder waren in Gefahr. Jetzt scheißt er Leute an. Die Leute gehen in den Knast. […] Polizei ist jetzt dein Team. […] Ich bin nicht für sowas, […] es ist traurig, was dieser Mann dem Team angetan hat.”

Bushido selbst hat sich derweil noch nicht zu Wort gemeldet.