Nachdem sich Mike Shinoda bereits mehrfach zur musikalischen Zukunft der Band Linkin Park zu Wort meldete, sprach auch Kollege Dave Farrell über die gemeinsamen Pläne.

 Linkin Park accept the Favorite Artist - Alternative Rock award onstage during the 2017 American Music Awards

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Ein Leben ohne Chester Bennington
Der stellvertretende Ermittlungschef der Gerichtsmedizin in Los Angeles, Ed Winter, teilte Ende Juli 2017 mit, dass sich Chester Bennington tatsächlich in seinem Haus in Palos Verdes Estates erhängt hatte. Im Schlafzimmer des Musikers wurde eine halb leere Flasche Alkohol gefunden, von illegalen Drogen und einem Abschiedsbrief war niemals die Rede. Der Linkin Park-Sänger hinterließ sechs Kinder und seine Ehefrau sowie Millionen von Fans, die noch immer um den 41-Jährigen trauern. Was aus der erfolgreichen US-amerikanischen Alternative-Rock-Gruppe wird, weiß keines der Mitglieder. Mike Shinoda ist sich dennoch sicher, dass es keinen Hologramm-Chester geben wird. “Ich habe tatsächlich gehört, dass Leute außerhalb der Band das vorschlagen. Und es gibt absolut keine Chance, dass so etwas passieren wird. Ich könnte keinen Hologramm-Chester ertragen, Leute, das wäre das Allerschlimmste”, gestand er in einer Frage-Antwort-Runde auf Instagram-Live und bat wie folgt um Rücksichtnahme: “Für alle von euch, die eine geliebte Person verloren haben, einen Freund, ein Familienmitglied: Könnt ihr euch vorstellen, ein Hologramm von ihnen zu haben? Fürchterlich. Ich kann das nicht tun.”

Eine gemeinsame Zukunft mit seinen LP-Bandmitgliedern würde Shinoda, der bereits sein Solo-Debütalbum veröffentlicht hat und 2019 in Europa auf Tour gehen wird, dennoch nicht ausschließen und gestand gegenüber dem französischen “United Rock Nations”-Radiosender: “Ich versuche zurzeit einfach gerade eins nach dem anderen anzugehen und offen für alle Möglichkeiten zu sein – egal ob es Projekte unter meinem Namen oder Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern sind, oder auch das Produzieren von Tracks für irgendjemand anderen, oder wenn die Jungs an dem Punkt sind, dass sie wieder Linkin Park-Konzerte spielen wollen. Ich bin mir sicher, dass das alles Möglichkeiten sind und ich bin offen für alles, was passieren mag.”

Verbringen viel Zeit miteinander
Auch Kollege Dave “Phoenix” Farrell weiß aktuell nicht, wie es mit seiner Karriere als Bassist von Linkin Park weitergehen kann. Zu Gast in der “Volume West”-Show des Radiosenders “SiriusXM” gestand der 41-Jährige: “[Eine erneute Zusammenarbeit] bringt große Fragen mit sich. Ich denke, der einfachste Weg, das zu beantworten, ist wahrscheinlich, zu sagen: Ich weiß es nicht. Und dann kann ich ausführlich darauf eingehen. Wir fünf, wir nehmen noch immer die Möglichkeiten war, die wir bekommen, um zusammen abzuhängen. Wir hängen ziemlich oft zusammen ab. Ich denke, wir werden wieder zusammen musizieren. Wir wollen es alle. Wir genießen es immer noch alle, zusammen zu sein und beieinander zu sein”, erklärte der Bassist und fügte hinzu: “Wir stehen jedoch vor dem riesigen Prozess und müssen herausfinden, was wir machen wollen und wie das einmal aussehen wird. Und ich habe keinen Zeitplan dafür und weiß nicht, wie lange es dauern wird. Ich bin diesen Weg noch nie gegangen [oder habe diesen Prozess durchgemacht], also ist es sehr schwer, sich auf eine Zeit oder einen Tag festzulegen.”

Bei der Fanbase hat sich Dave ebenfalls bedankt, welche zu “99,9 Prozent” hinter der Band stehen und einer gemeinsamen Zukunft positiv entgegenblickt. “Ich kann unseren Supportern nicht oft genug danken für den Zusammenhalt.”

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