In Aviciis Dokumentation True Stories warnte der Musiker seinen damaligen Manager Arash Ash Pournouri, dass er tot umfallen wird. Hätte sein Ableben verhindert werden können?

Avicii-Pournouri.jpg

Credit: Jason Merritt / GettyImages

Hätte man Avicii retten können?
Aktuell wird Aviciis eigenen Dokumentation True Stories, welche man auf dem Streaming-Portal Netflix bewundern kann, genauer beleuchtet. In dem Projekt meldete sich nicht nur der am Freitag, den 20. April 2018 verstorbene Hit-DJ zu Wort, sondern auch sein Entdecker Arash Ash Pournouri. Demnach warnte der schwedische Musiker seinen ehemaligen Manager und dessen Team davor, dass er bald tot umfallen würde.

Ich habe ihnen mitgeteilt, dass ich keine Shows mehr spielen werde. Außerdem habe ich ihnen in etwas das gesagt: ‘Ich werde das nicht überleben.’ Ich habe es so oft gesagt, erklärte Avicii in seiner Dokumentation True Stories, welche im Oktober 2017 veröffentlicht wurde und fügte hinzu: Also wollte ich nichts davon hören, dass ich noch einen anderen Gig spielen soll.

Im Anschluss beschrieb Tim Bergling, so sein bürgerlicher Name, wie wenig Unterstützung er nach seinem Entschluss von seinem Management erfahren hatte. Ich habe schon immer jedem, mit dem ich zusammenarbeite, offen und ehrlich präsentiert, wer ich bin. Jeder weiß, dass ich unter Panikattacken litt und dass ich mein Bestes versucht habe. Ich habe nicht vermutet, dass man mich überreden möchte, noch mehr Shows zu geben. Sie haben doch alle gesehen, wie krank mich das alles gemacht hat, doch ich musste lange darum kämpfen, weniger Gigs zu spielen.

Dieser Druck hat den 28-Jährigen wenig später möglicherweise zur Alkoholsucht getrieben, über welche er kurz und knapp sprach: Anfangs habe ich mich nicht getraut Alkohol zu trinken. Ich wollte die Auftritte nicht versemmeln, dann habe ich gemerkt, dass ich mit ein paar Drinks lockerer drauf war.

Ex-Manager steht unter Beschuss
Aviciis ehemaliger Manager Arash Ash Pournouri steht seit dem Tod seines Schützlings in den negativen Schlagzeilen. Dieser hatte sich von dem DJ abgewandt, nachdem er Ende 2016 bestätigt hatte, nicht mehr auftreten zu wollen. Ash selbst veröffentlichte und löschte unterdes seinen eigenen Abschiedsbrief und gestand in diesem: Wir haben die Welt bewegt. Mehr als einmal. Aber nichts war oder wird es je wert sein, dass dein Leben schon viel zu früh geendet hat. […] Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, waren Frauenprobleme deine einzigen Sorgen – wie bei jedem 28-Jährigen. […] Ich hätte dich wieder beschützen können, von was auch immer dir geschadet hat – ich werde es nie verstehen.