Wer den Hitproduzenten Calvin Harris gerne mal live sehen würde und männlich ist, wird vermutlich gleich ganz schön enttäuscht sein.
 
Calvin Harris

Calvin Harris, von Kevin Winter / GettyImages

Eine Frechheit?
Der schottische DJ, Produzent und Entertainer Calvin Harris ist sowohl bei Männern, als auch bei Frauen gleichermaßen beliebt und wird auch für Auftritte regelmäßig und oft gebucht. Also wieso bitteschön müssen dann die Vertreter der männlichen Spezies für Konzertkarten mehr als doppelt so viel Kohle auf den Tisch legen, wie die weiblichen Fans?

Ein passendes Beispiel dafür wäre die Preisliste für einen Gig im Omnia, einem Nachtclub in Las Vegas. Während sich die Damenwelt für knappe 35 Euro pro Stück die heiß begehrten Tickets sichern kann, werden die  Kerle um einiges tiefer in den Geldbeutel greifen müssen: Umgerechnet an die 88 Euro wollen die Veranstalter von ihnen für eine Karte.

Na was denn jetzt?
"Das ist entweder sexistisch oder feministisch, ich kann jedoch nicht sagen, was davon", twitterte die New Yorker Journalistin Jessica Roy. An dieser Stelle wäre noch anzumerken, dass derartige Art von Geschlechterdiskrimination im Bereich der Preisgestaltung bereits in einigen US-Staaten illegalisiert wurde.

In diesen Staaten gibt es beispielsweise auch keine "Ladies Nights", bei denen Frauen nicht für den Eintritt zu zahlen brauchen oder umsonst Drinks bekommen.

Alles im rechtlichen Rahmen
In Nevada jedoch, in welchem der besagte Auftritt stattfinden wird, existieren derartige Gesetze nicht. Rechtlich gesehen wäre eine derartige Preisbestimmung also vertretbar und legal. Darum werden die Männer in diesem Gebiet wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und den vergleichsweise stark überteuerten Ticketpreis zahlen müssen, um den 32-Jährigen live zu sehen.

Alternativ wäre da noch Youtube oder ein Konzertbesuch in Staaten wie Kalifornien, Maryland oder Wisconsin. Dort nämlich gibt es derartige Kostenunterschiede nicht.