Ein schwarz-weiß Porträt des Rappers Sido
Vitali Gelwich / Universal Music
Ein schwarz-weiß Porträt des Rappers Sido
Rapper würde "alles genau so wieder" machen

Sido: Psychiatrie, Entzug & ein neues Kapitel

Sido blickt auf Drogen, Psychiatrie und seine Scheidung zurück und sagte trotzdem: Er würde nichts ändern. Warum, erklärt der Rapper selbst.

Psychiatrie, Entzug und ein neues Kapitel

Sido, bürgerlicher Name Paul Hartmut Würdig, wurde am 30. November 1980 in Ost-Berlin geboren und wuchs im Märkischen Viertel auf, einer der größten Berliner Plattenbausiedlungen. Mit seiner Single "Mein Block" setzte er seiner Heimat 2004 ein Denkmal und machte sich damit bundesweit einen Namen.

Doch hinter der Totenkopfmaske und dem coolen Rapper-Image steckte ein Mensch mit echten Problemen. Wie Sido im Interview mit dem "Spiegel" bestätigte, hatte er zu Beginn der Corona-Pandemie erneut Drogen genommen und war abgerutscht. Pillen, Liquid Ecstasy, Speed und Kokain standen bei ihm auf der Tagesordnung, nachdem Charlotte Würdig die Scheidung eingereicht und folgendes erklärt hatte:

"Nach acht Jahren voller Freude, Glück und Abenteuer, mit Hochs und Tiefs sind Paul und ich vor einiger Zeit zu dem Entschluss gekommen, unsere Beziehung von nun an als liebende Eltern, aber nicht mehr als Liebespaar zu führen. Unsere kleine Familie ist das Schönste und Wertvollste was uns passieren konnte, dafür sind wir unendlich dankbar und werden uns als Menschen immer sehr schätzen."

Charlotte Würdig und Sido
picture alliance / Bernd Kammerer
Charlotte Würdig und Sido

Sido selbst beschrieb seinen Tiefpunkt offen: "Es ist alles aus dem Ruder gelaufen. Am Ende saß ich in der Klapse. Ohne den Entzug und die körperlichen Checks in der Klinik hätte ich diesen Sommer vermutlich nicht überlebt. Nach einer Woche war ich mit dem Entzug durch, habe aber kapiert, dass das jetzt erst der Anfang ist."

Diese Zeit verarbeitete der Deutsch-Rapper am Ende in seinem Album "PAUL", das am 9. Dezember 2022 erschien. Dazu sagte er: "Die letzten zwei Jahre waren auch sehr hart für mich. Für mich und meinen Kopf und ich bin durch einiges gegangen und das Album erzählt von der Zeit."

Heute ist Sido, der sich selbst einst als "Sido hassen und lieben würden" bezeichnete, an einem anderen Ort. Mit Twitch-Moderatorin Georgina "Gia" Stumpf bekam er eine gemeinsame Tochter. Die Beziehung endete, noch bevor sein fünftes Kind auf die Welt kam. Geblieben ist ihm eine ungewöhnlich harmonische Patchwork-Familie: Gia zog nach der Trennung ausgerechnet bei Sidos Ex-Frau Charlotte Würdig ein und alle drei scheinen allein glücklich zu sein:

Charlotte, Sido & Georgina
Instagram / CharlotteWuerdig
Charlotte, Sido & Georgina

Würde alles wieder machen

Während das Auf und Ab für einige ein Hindernis wäre, scheint Sido mit seinem Leben mehr als zufrieden zu sein. Und wenn man ihn heute fragt, ob er irgendetwas davon rückgängig machen würde, gibt es darauf eine klare Antwort: 

"Nee, ich würde alles nochmal genauso machen, weil ich finde mich halt richtig toll. Ich mag mich, ich liebe mich, ich finde, ich bin ein guter Mensch. Auch mit allem, was mir passiert ist, das hat dafür gesorgt, dass ich halt dieser Mensch werden konnte, auf den ich heute so stolz bin. Und nee, ich würde alles nochmal genauso machen müssen."

Fans feiern Sidos Aussage im Übrigen und kommentierten den Beitrag unter anderem mit folgenden Worten:

"Hätten einige mehr dieses Mindset wäre die Welt ein so viel besserer Ort !"

"Ein Ehrenmann mit Herz ❤️ ein diamant 💎 mit Ecken und kanten 🙌"

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Deutschrap Rasiert Brandneu

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