Shirin David rechnet mit Netflix-Doku ab
Fünf Monate nach dem Netflix-Release rechnet Shirin David mit ihrer eigenen Doku ab und verrät, warum sie den Film am liebsten zurückgekauft hätte.
Fünf Monate nach dem Netflix-Release rechnet Shirin David mit ihrer eigenen Doku ab und verrät, warum sie den Film am liebsten zurückgekauft hätte.
Shirin David hat sich längst weit über die deutsche Musikszene hinaus ein eigenes Imperium aufgebaut. Angefangen hat ihre Karriere auf YouTube, wo sie mit Beauty-, Lifestyle- und Entertainment-Content eine riesige Community hinter sich versammelte. Doch für Shirin sollte es nicht bei Social Media bleiben: Sie wechselte ins Musikgeschäft und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer der erfolgreichsten Rapperinnen Deutschlands. Nummer-eins-Hits, Millionen Streams und ausverkaufte Tourneen machten sie zu einer festen Größe der deutschen Popkultur.
Auch abseits der Musik ist Shirin längst erfolgreich. Als Jurorin bei "DSDS" und Coach bei "The Voice of Germany" in 2025 und 2026 eroberte sie das Fernsehen, während sie parallel ihr eigenes Business-Imperium aufbaute. Mit ihren Parfüms landete sie Bestseller, dazu brachte sie mit DirTea ihre eigene Eistee-Marke an den Start. Shirin ist damit längst nicht mehr nur Rapperin: Sie ist Unternehmerin, Influencerin und für viele junge Fans eine der prägendsten Figuren der deutschen Entertainment-Welt.
2025 folgte für Shirin David die "Schlau aber blond"-Arenatour zum gleichnamigen Album und danach wurde es auffällig ruhig um die Musikerin. Weniger neue Musik, weniger öffentliche Auftritte: Fans fragten sich, was Shirin hinter den Kulissen plante. Und die Antwort folgte auf dem Fuß: Ihre eigene Netflix-Dokumentation.
"Barbara - Becoming Shirin David" begleitet die Künstlerin auf einer sehr persönlichen Reise und zeigt nicht nur ihren Karriereweg, sondern auch die Frau hinter dem Superstar. Besonders im Fokus steht dabei die Vorbereitung auf ihre große "Schlau aber blond"-Tour und die Frage, wie viel Barbara, Shirin Davids bürgerlicher Name, eigentlich noch hinter der öffentlichen Kunstfigur steckt. Am Freitag, den 13. März 2026, wurde das Werk veröffentlicht und sorgte direkt für Hetze im Netz. Unter dem Instagram-Post von Netflix Deutschland zeigen sich viele Fans - vor allem Frauen - begeistert von der persönlichen Reise des Allroundtalents. Die Doku würde sie sogar "zum Weinen" bringen und sei ein "Meisterwerk". Gleichzeitig häufen sich in den Kommentaren auch zahlreiche kritische bis hasserfüllte Stimmen, die vor allem von Männern stammen ...
Fünf Monate nach dem Release von "Barbara - Becoming Shirin David" geht die Rapperin öffentlich mit ihrer eigenen Netflix-Doku hart ins Gericht. Via Instagram machte Shirin Ende August 2026 deutlich, dass sie mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden ist und verriet sogar, dass sie den Film am liebsten zurückgekauft hätte. Besonders die Darstellung ihrer Person stößt der Musikerin sauer auf. Statt ihre Erfolge, ihren Ehrgeiz und ihren Weg zum Superstar zu zeigen, sei ihrer Meinung nach eine "Leidensgeschichte einer angeblich völlig überforderten Frau" entstanden.
In einer Instagram-Fragerunde bezeichnete Shirin die Doku zudem als "an den Haaren herbeigezogen". Auch mit dem Fokus auf ihre sensible Seite und ihren Umgang mit Perfektionismus kann sie offenbar wenig anfangen. Sie habe sich "mehr Tiefe, mehr Herkunft und weniger Geheule erwartet".
Ihre Kritik geht dabei über die eigene Doku hinaus: Shirin David stellt infrage, wie erfolgreiche Frauen generell in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Während Männer "für die Hälfte ihrer Leistung zelebriert" würden, werde bei Frauen ihrer Ansicht nach deutlich häufiger nach Krisen, Schwächen und Überforderung gesucht. Sie fügte unter anderem hinzu: "Bei Netflix gibt man jegliches Schnittrecht ab, weil es journalistische Arbeit sein soll. […] Aber ich denke alle Frauen in Deutschland wissen, wie Medien sie öffentlich darstellen unter dem Deckmantel, dass es 'authentisch' sein soll. […] Der erste Titel sollte heißen ‚Shirin David gibt Kontrolle ab‘. Ich schreie, like, wie misogyn kann man denken 2026."
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