ICE OUT: Lorde spendet 200k für Minnesota-Organisation
Lorde spendet die Merch‑Einnahmen aus Minneapolis an Immigranten‑Organisationen und setzt mit "ICE Out" ein starkes politisches Statement.
Lorde spendet die Merch‑Einnahmen aus Minneapolis an Immigranten‑Organisationen und setzt mit "ICE Out" ein starkes politisches Statement.
Zwischen 2021 und 2025 hatte sich Lorde aus dem Rampenlicht zurückgezogen, kämpfte mit Depressionen und einer Essstörung und verarbeitete ihren Umgang mit dem Ruhm auf lyrische Weise - in ihrem Comeback-Album "Virgin".
"Da kamen immer wieder Schichten von Trauer zum Vorschein – eine kollektive Wut, so viel Trauma, das an die Oberfläche kam. Und ich habe meinen Körper selbst schlecht gemacht, weil ich dachte, das müsse man als Frau – besonders als Frau in der Öffentlichkeit – tun. Ich dachte: 'Ich bin klein!‘ […] Am Ende hatte ich das Gefühl, keine Grundlage mehr zu haben. Ich war sehr schwach“, sagte Lorde im Interview mit dem Document Journal und fügte hinzu: "Wenn ich heute zurückblicke, fühle ich mich nicht mehr, als würde ich davonschweben. Ich esse jetzt so viel, wie ich will und brauche. Ich war früher nicht wirklich in meinem Körper angekommen. Mein größtes Ziel war es, nichts zu veröffentlichen, bevor ich nicht ganz bei mir selbst bin – physisch und emotional. Die letzten vier Jahre waren genau dafür da. Dieses Album ist das Ergebnis davon: ein Nebenprodukt meiner Rückkehr zu mir selbst und meiner eigenen Kraft. Es ist cool, wieder an diesem Ort zu sein, wo sich das Portal öffnet und das Gewicht. Ich bin ich selbst“, philosophierte Lorde und kündigte passend zum Album ihre "Ultrasound“-Welttour an.
Zur Weltreise sagte Ella Marija Lani Yelich-O'Connor, so ihr bürgerlicher Name: "Ich gehe auf Tournee, um mein neues Album 'Virgin' zu promoten. Jede Show, die ich spielen werde, wird eine Zusammenarbeit zwischen dir und mir sein. Seit dem letzten Mal habe ich unnötige Schichten entfernt und mehr Bewegungsfreiheit geschaffen. Ich glaube, dass 'Ultrasound' unser Meisterwerk werden könnte. Ich bin sehr stolz und freue mich sehr, meine talentiertesten Freunde zur Unterstützung mitzubringen."
Und Ende 2025 war es so weit: Lorde performte dreimal in Deutschland und einmal in Zürich. Die Gesamtkapazität aller vier Hallen belief sich auf 25.280 Personen und die Hallen waren am Beben:
Die Shows auf deutschem Boden waren ein voller Erfolg und wurden via Eventim unter anderem wie folgt von einem Fan beschrieben: "Ich erlebte einige Konzerte im Palladium und das von Lorde war nicht nur das überragendste Konzert im Palladium, sondern auch im Vergleich zu allen anderen, die ich bisher erlebt habe. Sie hatte eine wunderbare Bühnenpräsenz. Das Konzert bestand aus alten, sowie neuen Liedern. [sic]"
Doch nicht nur ihre Fans in Deutschland sind begeistert von der Musikerin. Lorde spielte im Oktober 2025 zwei ausverkaufte Shows in Minneapolis im Rahmen ihrer "Ultrasound"-Welttournee. Die Stadt ist derzeit ein Brennpunkt politischer Diskussionen, nachdem im Januar 2026 bei ICE‑Operationen zwei Zivilisten getötet wurden. Die Singer-Songwriterin setzte sich nun für die Menschen ein und spendet die Merch‑Einnahmen aus Minneapolis an Immigranten‑Organisationen. Lorde erklärte via Instagram-Story:
"Ich spende unsere Merchandise-Einnahmen in Minneapolis (204.000 US-Dollar) an das Minnesota Immigration Rights Action Committee + Immigrant Defense Network.."
Mit diesem Schritt schließt sich Lorde einer wachsenden Reihe von Musikern an, die sich öffentlich gegen das Vorgehen der US‑Migrationsbehörde ICE aussprechen. Bei den GRAMMYs 2026 trugen Stars wie Billie Eilish, Kehlani sowie Justin und Hailey Bieber Buttons mit der Aufschrift "ICE Out", um ebenfalls ein Zeichen zu setzen.
Die beiden Organisationen, die von Lorde unterstützt werden, sind:
Minnesota Immigration Rights Action Committee (MIRAC) – ein gemeinnütziges Netzwerk, das sich für die Rechte von Migranten, gegen Abschiebungen und für eine faire Behandlung einsetzt.
Immigrant Defense Network – ein Bündnis aus mehr als 90 lokalen Gruppen, das rechtliche Hilfe, Unterstützung und Ressourcen für Migrantenfamilien bereitstellt.