Haftbefehl: Drogensucht-Rückfall
"BABO - Die Haftbefehl Story” beleuchtete die Drogensucht von Haftbefehl, welcher nach dem Release einen Rückfall erlitten hat und erstmals offen über die Zeit sprach.
"BABO - Die Haftbefehl Story” beleuchtete die Drogensucht von Haftbefehl, welcher nach dem Release einen Rückfall erlitten hat und erstmals offen über die Zeit sprach.
Ende des Jahres 2025 gab es wie immer diverse Ranglisten der vergangenen zwölf Monate, die die erfolgreichsten Personen, Musiker und Tracks zum Vorschein brachten. Nach dem Drop von Spotify Wrapped zum Beispiel haben wir erfahren, dass Taylor Swift in Deutschland auf dem Thron Platz nehmen konnte, gefolgt von Pashanim, Linkin Park und Jazeek. Auf Platz 5 und 6 landeten Bonez MC und Luciano, während The Weeknd, Aymen, RAF Camora und reezy die Top 10 abgerundet hatten. Doch ein Rapper war scheinbar noch erfolgreicher: Haftbefehl konnte sich zwar auf Spotify keinen der Top-Ränge sichern, landete jedoch in der Google-Suche aus den vergangenen zwölf Monaten auf Platz 1.
Hafti, bürgerlich Aykut Anhan, ist seit Jahren eine feste Größe im Deutschrap und bekannt für Straßen-Geschichten, markante Stimme und unverwechselbaren Slang. Doch 2025 zündete sein Hype noch mal richtig: Mit "BABO - Die Haftbefehl Story”, seiner eigenen Netflix-Dokumentation über sein Leben, ging er viral und zog auch Menschen an, die vorher wenig mit Rap am Hut hatten.
Doch jetzt geht es noch weiter: Haftbefehl hat nicht nur mit seiner Ehefrau Nina einen eigenen Video-Podcast gestartet, sondern wurde für seine Dokumentation auch noch für eine der renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen und Medienproduktionen im deutschsprachigen Raum nominiert:
Seine Netflix-Dokumentation "BABO – DIE HAFTBEFEHL-STORY", die von Elyas M'Barek mit in Auftrag gegeben worden war, wurde offiziell für den 62. Grimme-Preis in der Kategorie "Wettbewerb Information & Kultur" aufgestellt. Ein starkes Signal: Rap ist längst mehr als Provokation, Beats und krasse Lines, das Genre ist Teil gesellschaftlicher Debatten. Schließlich beleuchtete Haftis Show den Aufstieg zu einem der einflussreichsten Rapper Deutschlands und zeigte schonungslos, wie eng Musik, Erfolg und Drogenmissbrauch miteinander verwoben sind.
Besonders überzeugt hat die Grimme-Jury im Übrigen der gesellschaftliche Impact der Produktion. In der offiziellen Begründung heißt es, die Doku sorge für
"die Eröffnung eines breiten gesellschaftlichen Debattenraums im Nachgang der Veröffentlichung zu den Themen Drogenmissbrauch, kritische Aspekte der Musikindustrie und Auswirkungen von dysfunktionalen Familienstrukturen auf die Kinder".
Kurz nach dem Release der Netflix-Dokumentation bestätigte Haftbefehl einen Video-Podcast mit seiner Ehefrau Nina auf RTL+. In einer neuen Folge sprach der Deutsch-Rapper erneut über seine Drogensucht und gestand, dass er nach der Veröffentlichung von "BABO" erneut rückfällig geworden sei. In Episode 5 von "Nina & Aykut" sagte der Musiker, dass er erneut Kokain konsumiert habe ...
Rückblickend gestand Haftbefehl im Podcast, dass er "einen F*ck gegeben" und neben Koks auch Weed und Alkohol in großen Mengen zu sich genommen habe. Erst eine sechswöchige Therapie in Villingen-Schwenningen habe ihm schließlich geholfen, seine Suchterkrankung in den Griff zu bekommen.
Die Rückfallphase soll sich offenbar bis in den Sommer 2025 gezogen haben. Seither ist er clean. Passend dazu hat Hafti inzwischen eingeräumt, dass der langjährige Drogenkonsum den Nasenknorpel massiv beschädigt hatte. Im Januar 2026 musste er sich deshalb einer aufwendigen rekonstruktiven Operation unterziehen.