Bushido x Arafat
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Bushido x Arafat
Clan-Chef verliert

Arafat Abou-Chaker muss Bushido Millionen zahlen

Jahrelanger Streit, jetzt das Urteil: Arafat Abou-Chaker muss Bushido 1,78 Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen.

Worum ging es im Prozess?

Es war einer der aufsehenerregendsten Prozesse der deutschen Rap-Geschichte, in welchem Bushido seinen ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker verklagte. Über Jahre hinweg arbeiteten die beiden eng zusammen, musikalisch wie wirtschaftlich. Arafat galt lange als Manager, Vertrauter und Strippenzieher im Hintergrund, bevor es hässlich wurde: Im Kern ging es vor Gericht um Geld, Verträge, Abhängigkeiten und Macht. Bushido warf dem Berliner Clan-Chef vor, Millionenbeträge aus gemeinsamen Firmen und Verträgen unrechtmäßig einbehalten zu haben. Außerdem soll Arafat versucht haben, Bushido unter Druck zu setzen und wirtschaftlich zu kontrollieren.

Der Deutsch-Rapper erklärte bereits zu Prozessbeginn, dass er sich "jahrelang gefangen" gefühlt habe. Vor Gericht sagte er wörtlich: "Ich hatte das Gefühl, aus diesem System nicht mehr herauszukommen. Alles lief über ihn."

Arafat Abou-Chaker wies diese Vorwürfe stets zurück und sprach von einem rein geschäftlichen Verhältnis. Seine Version: Bushido habe freiwillig Verträge unterschrieben und profitiert. Der Clan-Chef betonte mehrfach: "Ich habe niemanden gezwungen. Alles war vertraglich geregelt."

Doch die Richter sahen das am Ende anders: In monatelangen Verhandlungen wurden Kontobewegungen, Verträge und Zeugenaussagen ausgewertet. Immer wieder ging es um hohe Summen, Firmenkonstrukte und die Frage, wer tatsächlich Zugriff auf das Geld hatte. Laut Gericht war entscheidend, dass Bushido nachweisen konnte, dass ihm Einnahmen aus Konzerten, Musikverkäufen und Beteiligungen vorenthalten wurden. Die Richter stellten fest, dass Arafat finanzielle Vorteile auf Kosten des Rappers erzielt habe.

Bushido
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Bushido

Urteil gefallen

Im September 2023 hatte Bushido bereits den Prozess gewonnen und Arafat Abou-Chaker wurde dazu aufgefordert, seinem ehemaligen Kollegen fast 1,8 Millionen Euro zu überweisen. Der Clan-Chef legte Revision ein und rückte bislang kein Geld raus. Doch nun hat er endgültig verloren: Laut BILD entschied ein weiteres Gericht, das Urteil ist erneut gefallen:

Arafat Abou-Chaker muss Bushido 1,78 Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen. Damit bekam der Rapper in zentralen Punkten Recht und das das Gericht wies die Berufung vollständig zurück. Zugleich bestätigten die Richter eine Entscheidung des Berliner Landgerichts laut Tagesspiegel.

Bushido zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert. Gegenüber Medien sagte er: "Das ist ein sehr wichtiger Schritt für mich. Es geht nicht nur ums Geld, sondern um Gerechtigkeit."

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