Alle Fans von Horror-Filmen dürfen sich nun freuen: Das "Camp Crystal Lake", in dem 1980 der Kult-Klassiker "Freitag, der 13." gedreht wurde, hat seine Pforten geöffnet. Wagemutige können nun dort campieren, wo Serienmörder und Haupt-Charakter "Jason Voorhees" sein Unwesen trieb.

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Credit: Ollie Millington / GettyImages

Film-Tourismus
Themenparks, Merch oder Erlebnisreisen: Für Film-Fans gibt es fast nichts, das es nicht rund um den Lieblings-Kinostreifen gibt. Ob eine Kreuzfahrt im Harry Potter-Stil oder eine Übernachtung in der Mountain Lake Lodge, dem Drehort des Hits "Dirty Dancing": Film-Tourismus boomt wie nie zuvor

Mit Pfadfindern auf Horror-Tour 
Bislang steuerten Cineasten vor allem bekannte Drehorte wie jene von "Game of Thrones" auf Malta, Jessica Parkers Appartement aus "Sex And The City" in New York oder die berühmte Plattform 93/4 an der Londoner Kings Cross Station an. Horrorfans blieben immer ein wenig auf der Strecke. Doch nun kündigte das No-Be-Bo-Sco-Camp an, dies ändern zu wollen. Das Zeltlager in Hardwick (New Jersey) dürfte einem großen Publikum jedoch eher unter dem Namen "Camp Crystal Lake" bekannt sein. Denn genau hier mordete vor über 38 Jahren die fiktive Figur "Jason Voorhees" ungehindert - etliche Camper und Jugendliche fielen dem Serienmörder Jason Voorhees zum Opfer. Das Lager, das am Sand Pond See im Delaware Water Gap Nationalpark gelegen ist, ist seit seiner Öffnung im Jahr 1927 im Privatbesitz der Boy Scouts of America. Am Freitag den 13. April 2018 bieten die Pfadfinder jedoch eine ihrer seltenen Touren durch das Gelände an, das in "Freitag, der 13. - Part 1" als Kulisse des Grauens diente.

Ticket-Liste und -Auktion
Am 13. Mai 2011 boten die Boy Scouts zum allerersten Mal für eine Handvoll Fans eine Tour durch das legendäre Zeltlager des Schreckens an - etliche Cineasten rissen sich schon damals um Tickets und nahmen Anreisen von mehr als 4.828 Kilometer auf sich, um dabei sein zu dürfen. Drei weitere Touren in den Jahren 2013, 2015 und 2017 fuhren so große Erfolge ein, dass sich die Pfadfinder und Eigentümer des Camps dazu entschieden, 2018 eine weitere anzubieten - doch wer dabei sein will, sollte schnell sein: Tickets waren bisher stets binnen weniger Minuten ausverkauft. Um überhaupt eine Chance, auf dieses Erlebnis haben zu können, müssen es eingefleischte Horror-Fans vorab auf eine Liste des No-Be-Bo-Sco-Camps schaffen - und aus dieser Liste werden dann ein paar wenige Glückliche auserwählt. Die Preise für eine der begehrten Eintrittskarten liegen dann zwischen 110 Euro und 145 Euro. Wegen eines VIP-Pakets, das nur durch ein Gebot bei einer Auktion erstanden werden kann, ist nach obenhin keine Grenze gesetzt. Dafür ist aber neben der Tour auch eine Übernachtung im Preis enthalten - und spätestens diese wird für das ultimative Schauer-Erlebnis sorgen. 

Hardcore Slasher-Film-Fans erhalten also nicht nur die einmalige Chance, auf den Spuren des Masken-Mannes zu wandeln, sondern auch mit Schauspielerin Adrienne King, die im Kino-Hit die "Alice Hardy" spielte, ein Dinner zu genießen. Grusel und Horror pur sind garantiert - und Freunde des gepflegten Schreckens werden hier bestimmt auf ihre Kosten kommen.