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Gewinnen Sie den War of Talents

von bigFM Trends / 26.04.2018 - 10:07

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Credit: Memed_Oezalan / Adobe Stock

Ja, auch wir haben bei uns die Tischtennisplatte stehen, aber das ist nur ein kleiner Teil unserer gelebten Erfahrungen in Sachen Unternehmenskultur. Wir leben Employer Branding schon lange nach Innen und nach Außen und wir wollen Ihnen diese Erfahrungen nun für Ihren Erfolg zur Verfügung stellen. Lesen Sie hier mehr im Interview mit der bigFM-TRENDS Expertin Irena Marasek. Sie ist unsere Human Resources Managerin.

Wie definierst du Employer Branding heute?
Employer Branding beinhaltet für mich die Entwicklung einer attraktiven Arbeitgebermarke, um sich im „War of Talents“ gegenüber den Konkurrenzunternehmen abzuheben und hervorzustechen. Es bezieht sich dabei natürlich auf die richtige Positionierung auf dem Bewerbermarkt (externes Personalmarketing) und gleichzeitig Maßnahmen zur nachhaltigen Bindung der bestehenden Mitarbeiterschaft (internes Personalmarketing). Das Unternehmen muss es schaffen, langfristig ein positives Image als Arbeitgeber generieren zu können. Das führt hoffentlich dazu, dass geeignete Bewerber sich angezogen fühlen und entsprechend bewerben und ungeeignete Bewerber auf eine Bewerbung sozusagen „verzichten“. Innerhalb des Employer Branding Prozesses ist es wichtig, dass das Unternehmen einheitlich auftritt. Die Social Media Präsenz sollte über alle Kanäle hinweg einheitlich sein. Im Kopf der Bezugsgruppen, also sowohl Kandidaten als auch Mitarbeiter, sollte ein unverwechselbares, fest verankertes Bild des Unternehmens als Arbeitgeber entstehen.

Warum sollte jedes Unternehmen Employer Branding betreiben?
Das positive Image eines Unternehmens wirkt sich auf potenzielle Bewerber und gleichzeitig auch auf Mitarbeiter aus. Ein wichtiger Aspekt ist ebenfalls die Bindung der bestehenden Mitarbeiterschaft. Das positive Image wirkt sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit und das Commitment der Belegschaft aus. So können sie langfristig an das Unternehmen gebunden werden und sind natürlich insgesamt motivierter. Die Entwicklung einer eigenen Marke ist auch wichtig, um mehr Bewerbungen zu erhalten und die Qualität der Bewerbungen zu erhöhen – ganz wichtig in Zeiten des Bewerbermangels.

Kannst du Beispiele nennen wie Employer Branding erfolgreich wirkt?
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten bzw. Stellhebel, um Employer Branding erfolgreich zu machen. Es kann das interne Employer Branding durch verschiedene Maßnahmen verbessert werden, wie eine verbesserte Work-Life-Balance (alternative Arbeitsmodelle, Teilzeit, Job-Sharing, Sabbatical, Home-Office usw.). Auch das Einführen von Betreuungsangeboten für Kinder ist hilfreich. Mithilfe des Angebots von Weiterbildungsmaßnahmen kann die Zufriedenheit der bestehenden Belegschaft ebenfalls erhöht werden. Es gibt auch verschiedene Maßnahmen, um das externe Employer Branding zu verbessern. Entwicklung einer unternehmensinternen Website, Videos erstellen, bei denen Mitarbeiter gezeigt werden oder Fragen beantworten, da Bilder und Videos mehr Emotionen wecken und anschaulich sind. Bekannte Beispiele für erfolgreiches Employer Branding in Zusammenarbeit mit bigKARRIERE sind die crossmedialen Kampagnen, die wir mit der Firma Food Affairs durchgeführt haben und auch der Hochschule der Landespolizei Rheinland-Pfalz. Große Erfolge feiern wir mit Radiospots, wie z.B. die Kampagne der Firma Bosch bewiesen hat.

Ist das auch für kleinere Unternehmen machbar?
Kleine Unternehmen sollten nicht unbedingt das Ziel haben, sich mit einem sehr hohen Budget eine hohe Markenpräsenz aufzubauen. Ihr Fokus sollte darauf liegen, erst einmal bekannter zu werden. Das ist auch für kleine Unternehmen wichtig. Sie können mit kleinen Schritten anfangen und beispielsweise eine eigene Website entwickeln, Social Media Kampagnen durchführen und Radiospots schalten, neben den klassischen Kanälen der Onlinebörsen. Auch hier kann bigKARRIERE ein starker Partner sein.

Bekomme ich durch coole Büros wirklich neue Mitarbeiter?
Eine moderne und ansprechende Gestaltung der Räumlichkeiten kann mit Sicherheit helfen, eine stärkere Arbeitszufriedenheit bei der bestehenden Mitarbeiterschaft zu erreichen. Langfristig ist eine positive Unternehmensphilosophie jedoch ausschlaggebend. In der heutigen Zeit spielt auch das Gehalt eine untergeordnete Rolle. Wichtig sind die Entwicklungsmöglichkeiten und die Selbstentfaltung. Deshalb können coole Büros zwar im ersten Step helfen, stimmt es aber im Inneren nicht, verabschieden sich Mitarbeiter schnell. Besser ist es, auf ein gutes Betriebsklima zu achten, Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten und andere Benefits. Und vor allem: darüber zu sprechen!

Neben einem starken Auftritt nach außen und innen, wie wichtig sind die Werte des Unternehmens, das Leitbild?
Für eine positive Arbeitgebermarke sind die Werte und das Leitbild des Unternehmens überdurchschnittlich wichtig, da viele Bewerber solche Unternehmen auch nach diesen Kriterien auswählen. So achten aktuell auch einige Bewerber auf Nachhaltigkeit, wie z.B. den Umweltschutz.  Damit Kandidaten sich selbstverwirklichen können, müssen die Werte natürlich mit den eigenen übereinstimmen. Wichtig ist, dass besonders „tolle“ oder „attraktive“ Werte von dem Unternehmen nicht nur nach außen angepriesen werden, sondern auch in der Realität gelebt werden und im Unternehmensalltag fest verankert sind. Das erhöht die Glaubwürdigkeit bei Bewerbern und natürlich die Bindung ans Unternehmen.

Welche Rolle spielen die Recruiter?
Die Recruiter müssen die Präsenz und das Erscheinungsbild des Unternehmens auf allen Medien überprüfen und dafür sorgen, dass ein einheitlicher Auftritt entsteht. Sie sind maßgeblich verantwortlich für eine positive Candidate Experience während des gesamten Bewerbungsprozesses, d.h. rechtzeitig und schnellstmöglich eine Rückinfo geben über das Auswahlverfahren, Transparenz über den Prozess erzeugen, Feedback geben und den Kandidaten während des gesamten Prozesses ein gutes, wertschätzendes Gefühl zu vermitteln. Hinter jedem Bewerber steckt nicht nur ein Lebenslauf, sondern ein Mensch mit Hoffnungen, Erwartungen und einer persönlichen Geschichte. Dies gilt es immer zu würdigen!

Irena Marasek ist Human Resources Manager in der RPR Unternehmensgruppe, RPR1., bigFM und RadioCom S.W. Die studierte Personal- und Marketingmanagerin ist außerdem Trainerin und Dozentin in den Bereichen Führungskräfteentwicklung, Kommunikation, Konfliktmanagement und führt Verkaufsschulungen durch.

Kontakt:
Tel.: +49 621 - 59000-137 
Fax: +49 621 - 62 27 50
Mail:  [email protected]
 

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