Travis Barker wollte Freunden Geld für aktive Sterbehilfe geben
Nach seinem Flugzeugunfall vor sieben Jahren war Travis Barker jedes Mittel recht, um seinem Leiden ein Ende zu setzen.
Nach seinem Flugzeugunfall vor sieben Jahren war Travis Barker jedes Mittel recht, um seinem Leiden ein Ende zu setzen.
Im Jahre 2008 ist der Drummer Travis Barker dem Tod nur um ein Haar entkommen. Ein Privatjet, den er und ein Bandkollege gebucht hatten, war zusammengebrochen und explodiert, noch bevor er gestartet hatte. Zwei Piloten und zwei Freunde des Musikers sind bei dem tragischen Unglück ums Leben gekommen.
Der 39-Jährige musste mit schweren Verbrennungen an über 60 Prozent seines Körpers ins Krankenhaus eingewiesen werden, über elf Wochen verbrachte er dort, während 27 chirurgische Eingriffe bei ihm durchgeführt wurden.
Über das Trauma eines derartigen Ereignisses und die langwierige, schmerzhafte Genesung berichtete Barker nun in seinem neuen Buch "Can I Say - Living Large, Cheating Death and Drums, Drums, Drums". Viele Geschichten gerieten hierbei zum allerersten Mal an die Außenwelt, einige davon sehr berührend und teilweise auch verstörend.
Der Schlagzeuger erzählte unter anderem, dass die Schmerzen sich angefühlt haben "wie die Hölle" und dass er bereit war, sich das Leben zu nehmen. Da ihm dies aber in seinem Zustand wohl ziemlich schwer gefallen wäre, versuchte er, seine Freunde dazu zu animieren: "Ich rief meine Freunde an und sagte ´Yo, ich werde eine Million Dollar an denjenigen überweisen, der mir hilft, mein Leben zu beenden´."
Umgerechnet wären das knappe 870 000 Euro im Austausch für das Leben eines Menschen.
"Sie mussten mein Handy aus meinem Zimmer schaffen, um mich davon abzuhalten, herumzutelefonieren", berichtete Barker weiterhin. Der lange Weg der Besserung schien sich letzten Endes aber doch gelohnt zu haben, denn knappe sieben Jahre später hat der Künstler einiges draus gelernt und sieht diese Zeit jetzt als eine wertvolle Erfahrung in seinem Leben an.