Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Hashtags alleine tragen nicht zur Lösung bei

T.I. rappt gegen Apathie in sozialen Netzwerken

Nach jedem Unglück twittern die Menschen entsetzt darüber – und das war‘s. Nun forderte der Rapper mehr Engagement auch außerhalb sozialer Medien.

Hashtags gegen Ungerechtigkeit

Rapper T.I. hat schon häufiger seine Musik genutzt, um politisch und sozial relevante Themen zu diskutieren, so auch jetzt in seinem Gedicht „United We Stand“. Darin kreidet er die Apathie der sozialen Netzwerke an, die in Zeiten der Not Hashtags auf Twitter verbreiten, sonst aber wenig gegen die Missstände unternehmen.

“United we stand/ Because we created a hashtag for Sandra Bland”, beginnt der Rapper in Anlehnung an die Afroamerikanerin Bland, die kurze Zeit, nachdem sie – womöglich aus rassistisch motivierten Gründen – in Haft genommen wurde, Selbstmord beging. Anstatt aber Empörung in Taten umzusetzen, würden sich die Menschen heute mehr um Likes und Follower Gedanken machen, als um wirkliche Leben.

Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Teil des Problems

Zwar sagte T.I. nicht, dass es an sich schlecht ist, über solche Dinge zu twittern, aber er forderte dazu auf, sich auch außerhalb der sozialen Netzwerke zu engagieren. „Wenn ihr denkt, daraus eine Trending Topic zu machen, reicht allein, seid ihr Teil des Problems“, rappte er über den aktuellen Zustand der Gesellschaft.

Seine Performance von „United We Stand“ wurde gestern Nacht während der Verleihung der Triumph Awards im Fernsehen ausgestrahlt.

Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Und hier ist das ganze Gedicht zu lesen:

United we stand/ Because we created a hashtag for Sandra Bland
Jumped off the front of the ship and dove into the Internet waves
Swimming with DMs, likes, comments/ Not noticing how much it makes us slaves
Chained by man-made device small enough to fit into the palm of our hand
I guess that’s made it easy to swipe to the left and scroll to the next
And forget about Sandra Bland United we stand
Because we wore hoodies and t-shirts that read ’Black Lives Matter’
But, ’Quick homie take this flick
Gotta make sure all my followers see this fresh ’fit’
Are we really about the movement or more concerned with our follower count growing fatter?
Secondary to revolutionary does not exist
Our society’s issues are deeper than social media posts, there’s a long list
And if you think solely making them a trending topic will solve them
Well, then, you’re a part of the problem
We are Trayvon Martin
We are Jordan Davis
We are Eric Garner
We are Tamir Rice
We are Walter Scott
We are Eric Harris
We are Freddie Gray
And We are Sandra Bland
United we stand.

Hier geht es zum eigentlichen Video.