“Heated” und “Energy” wurden nach dem Release des Albums erneut bearbeitet.

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Kelis mit Ansage
Beyoncé Knowles hat am Freitag, den 29. Juli 2022 ihr langersehntes Studioalbum “Renaissance” auf den Markt gebracht. 16 Songs ist das Stück schwer, welches es in den deutschen Midweek-Charts auf Platz zwei schaffte. Doch wirklich begeistert ist nicht jeder von dem LongPlayer. Kollegin Kelis zum Beispiel richtete sich in einem Instagram-Live an alle Follower und gestand, dass Beyoncé ein Sample ihrer Singles “Milkshake” und “Get Along With You” im Track “Energy” verarbeitet hätte. Doch um Erlaubnis wurde Kelis nie gebeten.

“Es ist keine Kollaboration, es ist Diebstahl”, erklärte Kelis via Instagram-Live. Kurz darauf kommentierte die Musikerin, welche sich auf Instagram “BountyAndFull” nennt, folgendes: “Ich bin ebenfalls sprachlos, weil das Maß an Respektlosigkeit und völliger Ignoranz aller drei beteiligten Parteien unglaublich ist. […] Nichts ist jemals so, wie es scheint. Einige der Leute in diesem Geschäft haben keine Seele oder Integrität und sie haben alle zum Narren gehalten.”

Den direkten Vergleich mit dem Sample von “Milkshake” kannst Du Dir hier anhören: 

Entfernt das Sample
Mittlerweile hat das Team von Beyoncé ihre Schlüsse gezogen und keine Erlaubnis eingeholt oder sich offiziell entschuldigt, sondern das “Milkshake”-Sample einfach aus der Audiodatei gestrichen. Statt einem Beat herrscht auf dem Streaming-Portal TIDAL, welches Ehemann Jay-Z untersteht, gähnende Leere: 

Lyrics abgeändert
Nicht nur die Single “Energy” wurde nach dem Drop von “Renaissance” verändert. Beyoncé selbst wurde aufgrund von einer Zeile in “Heated” weltweit gedisst und soll Menschen mit Behinderungen erniedrigt haben. Demnach sang sie die Line: “Spazzing on that ass, spaz on that ass.”

Das Problem dabei? Das Verb “to spar”, was so viel wie “verrückt werden” oder “ausflippen” bedeutet, leitet sich von “spastisch” ab und wird in der Medizin verwendet, um die Spasmen zu beschreiben, die bei Nerven- und Muskelkrankheiten und somit Menschen mit Behinderungen auftreten können.

Beyoncé und ihr Team haben mittlerweile reagiert und wollen den anstößigen Begriff ersetzen.