Nachdem das Landgericht Leipzig Gil die Möglichkeit gegeben hatte, sich zu den Vorwürfen der Verleumdung und der falschen Verdächtigung zu äußern, geht das Verfahren in die nächste Runde.

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Musiker wurde angeklagt
Im Oktober 2021 sorgte Gil Ofarim mit seinen Antisemitismus-Vorwürfen gegen ein Leipziger Hotel für unzählige negative Schlagzeilen und veröffentlichte selbst ein Video mit seiner Stellungnahme. Nach Sichtung der Tapes von diversen Überwachungskameras wurden die Ermittlungsverfahren gegen einen Hotelmitarbeiter wegen des Vorwurfs der Beleidigung, der versuchten Nötigung, der Volksverhetzung und der falschen Verdächtigung erneut eingestellt. Nun wurde der Musiker selbst wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung angeklagt.

“Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat demgegenüber gegen den Angeschuldigten Gil Ofarim wegen des Tatvorwurfs der falschen Verdächtigung in zwei Fällen, davon einmal in Tateinheit mit Verleumdung, Anklage zum Landgericht Leipzig erhoben”, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme der Staatsanwaltschaft.

Das Landgericht Leipzig gab Gil bis zum Montag, den 10. Mai 2022 die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen der Verleumdung und der falschen Verdächtigung zu äußern, doch der Musiker schwieg und ließ die Frist verstreichen. “Er kann sich weiterhin zu den Vorwürfen einlassen. Ab jetzt könnte das Gericht aber jederzeit bekannt geben, ob es die Anklage zulässt”, wurde eine Sprecherin von “welt” zitiert.

Gil Ofarim selbst hatte bereits im Januar 2022 via Instagram gesagt, dass er sich “zurückgezogen” habe und fügte damals hinzu: “Wie ihr wisst, habe ich mich nach dem Vorfall in Leipzig zurückgezogen… aus Respekt vor allen Beteiligten werde ich dies auch weiterhin tun bis die unabhängigen Ermittlungen der Kripo Leipzig abgeschlossen sind und etwas mehr Klarheit herrscht… [sic]”

Wie die Angelegenheit für den Musiker wohl ausgehen wird?