In Russland hat die Polizei ein Festival abgesagt, bei welchem Rammstein-Sänger Till Lindemann auftreten sollte. Anschließend wurde er verhört.

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Ein Herz für Russland
Till Lindemann ist nicht nur in den deutschsprachigen Kreisen unglaublich erfolgreich. Auch in Russland ist der Rammstein-Frontmann sehr populär und veröffentlichte im April 2021 erst die russische Ballade “Любимый город” [“Lubimiy Gorod”]. Der Streich wurde für den Soundtrack des Timur Bekmambetovs Films “Devyatayev” aufgenommen, die russischen Lyrics stammen von Yevgeniy Dolmatovsky und die dazu passenden Beats komponierte Nikita Bogoslovsky.

Festival wurde abgeblasen
Während in Deutschland noch immer mehr oder weniger ein Konzertverbot ausgesprochen ist, sollte er anlässlich des 50. Jubiläums einer Brauerei in der russischen Stadt Twer, knapp 150 Kilometer nordwestlich von Moskau, performen. Doch daraus wurde Ende August 2021 nichts: Die Polizei schritt ein, sagte seinen Slot beim Festival ab und verhörte Till Lindemann abschließend. US-Medien zufolge wurde der Musiker selbst festgenommen. Ein offizielles Statement von dem Rammstein-Frontmann oder den russischen Behörden gibt es unterdes noch nicht. 

Politik ...
Glaubt man den Medien, so sollen die russischen Behörden eingegriffen haben, da das Event gegen die Corona-Beschränkungen im Lande angesetzt worden war. Weitere Berichte erklärten ebenfalls, dass im kommenden Monat Wahlen im Bezirk anstehen und der Veranstalter des Konzerts, Maxim Larin, für die Oppositionspartei Rodina (Heimat) stehen würde, die in das Regionalparlament einziehen und die aktuell amtierende Partei verdrängen möchte.

Lindemann selbst hat sich zum Coup nicht zu Wort gemeldet. Ob der Rammstein-Frontmann planungsmäßig am ersten Septemberwochenende auf dem Roten Platz in Moskau bei dem Militär-Festival “Spasskaja Baschnja” performen wird, ist ebenfalls nicht näher erläutert worden.