“Ich habe mein ganzes Leben schon mit Depressionen zu tun”, gestand Sarah Connor und fügte via Instagram hinzu, dass sie ihre neueste Single “Stark” für alle singen würde, welche mit der Krankheit zu tun habe.

Sarah-Connor.jpeg

Credit: Christoph Köstlin / Universal Music

Burnout
Sarah Connor steht sei dem Drop ihres Debütalbums “Green Eyed Soul” in 2001 in der Öffentlichkeit. Damals hatte die Musikerin den ganzen Hype um ihre Stimme und ihr Wesen gefeiert, doch irgendwann wurde ihr alles zu viel. Als Folge litt sie unter psychischen Problemen und Depressionen, welche sie fast dazu brachten, zusammenzubrechen.

“Wenn man nur die Anerkennung sucht und man möchte gerne auf der Bühne stehen, man möchte die Leute, die einem zurufen, man möchte das Blitzlichtgewitter - wenn das alles ist, was du willst, dann glaube ich, ist dein Schicksal vorbestimmt. Dann bist du prädestiniert dafür, daran zu zerbrechen”, erklärte Connor gegenüber RTL und fügte hinzu, dass sie sich schließlich aus dem Rampenlicht zurückziehen musste. Vier Jahre später hatte die Blondine ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt und ihre Prioritäten verändert. Sie fügte hinzu: “Irgendwann war da dieses Bedürfnis, etwas Anständiges zu machen. Was mit Seele, mit Kopf, mit Verstand und mit Inhalt. […] Ich kann natürlich nicht sagen, dass mich das alles nicht interessiert. Ich liebe die Anerkennung, den Applaus, und ich liebe die Belohnung des Publikums, aber ich hab gelernt über die Jahre, mein Selbstwertgefühl davon nicht abhängig zu machen.”

Singt für Menschen mit Depressionen
Ihre neueste Single “Stark”, welche am 13. August 2021 auf den Markt gekommen war, widmete Sarah Connor nun allen Menschen, die an Depressionen leiden. Das zumindest gestand sie in einem neuen Instagram-Posting und bestätigte damit die anhaltenden negativen Gedanken in ihrem eigenen Kopf.

“Der Song ist für einen Menschen, den ich über alles liebe und der durch eine sehr dunkle Zeit gegangen ist. Depressionen, Selbstmordgedanken, Selbsthass. Ich kenne diese Gefühle selbst. Aber dieses Mal war ich auf der anderen Seite und musste zusehen, wie es einem geliebten Menschen sehr schlecht ging. Ich war verzweifelt und wusste nicht, wohin mit meiner Angst. Ich habe mir große Sorgen gemacht und es ist mir sehr nahe gegangen, diesem Menschen mit Worten und Zuwendung nicht helfen zu können. Darum habe ich ein Lied geschrieben”, so Connor. Ihr selbst seien in diesem Jahr “besonders oft Geschichten begegnet, die von Selbstmordgedanken, Depressionen und Angstzuständen handelten” und auch ein Selbstmord aus ihrem Freundeskreis hatte die vierfache Mutter zutiefst erschüttert.

Die “Stark”-Sängerin fügte hinzu: “Ich habe mein ganzes Leben schon mit Depressionen zu tun. In jeglichen Beziehungen und Formen. Meine Fans und Menschen, die sich mit meinen Texten etwas näher beschäftigen, wissen das von mir. Nur weil man auf einer Bühne steht, heißt das nicht, dass man unverwundbar ist. Ganz im Gegenteil.”

Abschließend rief sie ihre Fans auf, sich Hilfe zu suchen und fügte den Link von “Freunde fürs Leben e.V.” hinzu, welche über seelische Gesundheit und Depressionen aufklären und helfen versuchen wollen, weitere Selbstmorde zu verhindern.

 

Hinweis der Redaktion 
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Solltest Du selbst das Gefühl haben, dass Du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst Du Hilfe von Beratern, die Dir Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.