Mit seinem neuen Haarschnitt scheint Bill nicht alle Fans vom Hocker gehauen zu haben.

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Gegen den Strom
Bill Kaulitz war schon immer anders als all seine Klassenkameraden und Freunde. Seine Gefühle drückte er schon von klein auf an mit seinem Haarschnitt und Klamottenstil aus und eckte im 570-Seelen-Ort Loitsche bei Magdeburg häufiger an. An die Zeit vor seinem ganz großen Durchbruch mit den Jungs von Tokio Hotel erinnerte er sich im Gespräch mit Jan Böhmermann und Olli Schulz für den Podcast “Fest & Flauschig” zurück und gestand, dass seine Kindheit teils “furchtbar” gewesen war.

“Ich habe diesen Patriotismus nicht, den ganz viele haben mit der Schule, auf die sie gegangen sind oder wo sie aufwachsen. Ich kann ruhig zugeben, dass das nicht geil da ist. […] Das war furchtbar, also es war ganz schlimm. Eigentlich war mir sowieso klar, also wir hatten dann das große Glück, dass das mit dem Song in den Sommerferien dann funktioniert hat und wir da ganz schnell wegkonnten”, so der Tokio Hotel-Sänger.

Neue Frisur
Der mittlerweile 31-Jährige hat sich während der Zeit im Rampenlicht daran gewöhnt, nicht von allen gemocht zu werden. Ob er mit einer riesigen Stachel-Frisur in den Schlagzeilen stand oder diverse andere Looks ausprobiert hat, Kaulitz machte sich nichts aus Hatern und feierte seinen eigenen Style.

Auch im Jahr 2021 lässt sich der Musiker von negativen Kommentaren nicht beeinflussen und präsentierte stattdessen seine neue Frisur via Instagram. Mit Nasenring, gefärbten blonden Haaren und einem Vokuhila-Schnitt konnte er fast 37.000 Likes generieren …

… und wurde von einigen Fans dennoch im Kommentarfeld negativ auf den Schnitt angesprochen. Einige der Meinungen haben wir Dir hier einmal zusammengesucht:

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Credit: billkaulitz / Instagram

Keine Zeit für Hater
Was Bill wohl zu all den Kommentaren zu sagen hat? Wahrscheinlich nicht viel - schließlich wurde er von dem Großteil seiner Follower für den Move gefeiert, bedankte sich bei seinem Friseur und scheint von Hatern gar nichts wissen zu wollen. Das zumindest wurde seinen Fans bereits im Februar 2019 klar, nachdem er mit seiner Band Tokio Hotel den neuen Indie-Sound verteidigte und über den Unterschied zwischen Kritik und persönlichen Angriffen erklärte.

“Man kann gut seine Meinung über seinen Song schreiben und sie begründen. Aber man muss dabei nicht persönlich werden. Er hat in dem Artikel dann dreimal geschrieben: ‘Und die beiden anderen, deren Namen man nicht kennt.’ Ich dachte mir nur, ich hab's schon beim ersten Mal verstanden. […] Da ging es auch nicht mehr um den Song, das war ein 3-seitiger Hassartikel. Ich glaube nicht mal, dass es eine persönliche Geschichte war. Der hat uns wahrscheinlich nie getroffen. Der ist so ein typischer miesepetriger Deutscher”, gestand Bill, während sein Zwillingsbruder und Tokio Hotel-Gitarrist Tom hinzufügte: “Dieser Spruch auch immer: ‘Die anderen beiden, deren Namen man nicht kennt.’ Das gibt es doch in jeder Band: Weißt du auf Anhieb, wie alle von Rammstein heißen? Oder der Schlagzeuger von AC/DC? […] Ich habe gerade eine Rezension zu unserem neuen Song gelesen. Die war so unter der Gürtellinie, da habe ich gedacht, da muss irgendwas passiert sein, dass er uns total hasst. Habe ich vielleicht von dem mal die Tochter gevögelt?”

Na, hätten wir das einmal geklärt.