Im Februar 2021 wurden zwei von Lady Gagas Hunden gestohlen, während der Sitter angeschossen zurückgelassen worden war.

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Credit: Universal Music

Hunde sind ihr Leben
Koji, Asia und Gustav nennen sich die drei französischen Bulldoggen von Lady Gaga. Die Musikerin hatte ihre Vierbeiner in der Vergangenheit bei diversen Auftritten und Events mit am Start und nahm sie selbst mit auf Tournee, um immer in ihrer Nähe sein zu können. Ihrer Fanbase stellte sie selbst ihren letzten Familienzugang vor und erklärte Via Instagram: “Ich bin stolz verkünden zu dürfen, dass wir ein neues Mitglied in der #JOANNE-Familie willkommen heißen dürfen. Ich habe ihm noch keinen Namen gegeben, stattdessen nenne ich ihn aktuell noch CowPig.”

Aus CowPig wurde am Ende Gustav.

Schock und Suchmaßnahmen
Während Gaga im Februar 2021 nach Rom gejettet war, um dort für das neue Projekt “House of Gucci” der Luxusmarke vor der Kamera zu stehen, überließ sie einem ihrer Angestellten ihre Vierbeiner. Der 30-jährige Hundesitter Ryan Fischer ging wie jeden Abend mit den Bulldoggen spazieren und wurde schließlich von zwei bewaffneten Männern überfallen. Zwei der Tiere wurden gestohlen, während Ryan angeschossen mit Hündin Asia zurückgelassen worden war und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Ein dabei aufgenommenes Video macht seither im Netz die Runde, welches wir aus Pietätsgründen nicht abbilden wollen. Den Clip kannst Du Dir hier anschauen. Fotos aus dem Krankenbett stellte der Hundesitter anschließend ins Netz und bedankte sich für all den Support.

Gaga selbst ließ von ihren Pressesprechern eine Stellungnahme veröffentlichen und erklärte, dass sie “keine Fragen stellen” und eine halbe Million Dollar Lösegeld aufbringen würde, um ihre Hunde zurückzubekommen. Passend dazu ließ sie eine E-Mail-Adresse einrichten und hoffte darauf, dass sie ihre Lieblinge bald wieder in die Arme schließen kann.

Hunde wurden gefunden
Wenige Tage nach der Tat meldete sich eine Frau und brachte Koji und Gustav zur Polizeistation in Los Angeles. Die Hunde sollen an einem Pfahl angebunden gewesen sein, wie die Dame berichtete. Die Beamten überbrachten Lady Gaga schließlich die positiven Neuigkeiten und rieten dem Superstar ebenfalls, den Finderlohn noch nicht zu überweisen. Stattdessen wurden diverse Videos von Sicherheitskameras in Los Angeles als Beweismaterial gesichtet und man fand heraus, dass Finderin Jennifer McBride nicht nur eine Lügnerin, sondern auch eine Tatverdächtige sei.

Neben der Dame wurden mittlerweile ebenfalls vier weitere Personen festgenommen und müssen sich wegen versuchten Mordes und bewaffneten Raubüberfalls vor einem Richter verantworten. Wie George Gascón, Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles, mittlerweile bestätigte, handelte es sich bei den Verdächtigen um den 18 Jahre alten Schützen James Howard Jackson, die 27-jährige Lafayette Shon Whaley und die 19-jährige Jaylin Keyshawn White, sowie deren Vater Harold White, welcher wegen Beihilfe angeklagt worden war.

In einer schriftlichen Erklärung betitelte Gascón die Aktion als “ein dreistes Straßenverbrechen, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde”. Weiterhin hieß es: “Wir haben in diesem Fall sehr schwerwiegende Anklagen erhoben und sind davon überzeugt, dass die Justiz ein angemessenes Urteil fällt, wenn sich dieser Fall vor Gericht abspielen.”

Jennifer McBride, welche die Hunde bei der Polizei abgegeben hatte und den Finderlohn einstreichen wollte, wurde ebenfalls zur Beihilfe angeklagt. Sie plädierte auf unschuldig und wird am 11. Mai 2021 - wie alle anderen sich noch immer in Untersuchungshaft befindenden Angeklagten - erneut vor Gericht erscheinen müssen.

Ryan Fischer, welche beim Diebstahl der Hunde angeschossen worden war, musste sich einer Notoperation unterziehen, nachdem einer seiner Lungenflügel zusammengeklappt war. Mittlerweile soll er sich den Umständen entsprechend gut erholt haben.