Statt via Instagram Bilder von sich beim “Stop Asian Hate”-Marsch zu posten, solidarisierte sich Rihanna mit anderen Demonstranten und hielt ihr eigenes Schild hoch.

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Credit: Han Myung-Gu / GettyImages

#StopAsianHate
Anfang 2021 standen Gewaltverbrechen an der asiatischen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten von Amerika an der Tagesordnung, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump in seiner Rede die inflationär benutzte Vokabel vom “China-Virus” verwendet hatte. Schlägereien und Attentate waren die Folge, woraufhin Millionen von Menschen weltweit auf die Straßen gingen oder im Netz ihren Mitmenschen ihr Beileid ausdrückten und sich gegen jene stellten, welche rassistische Äußerungen von sich gaben.

Auch US-Superstar Rihanna gehörte am Ende zu solchen, die nicht länger den Ball flach halten wollten und sich einer Demonstration angeschlossen hatten. Am Montag, den 05. April 2021 war die vermummte Musikerin auf den Straßen von New York City unterwegs, hatte ihr eigenes bemaltes Schild dabei und solidarisierte sich mit der asiatischen Bevölkerung. Doch via Instagram hatte RiRi nicht auf den Coup aufmerksam gemacht, sondern wollte sich voll und ganz auf die Sache konzentrieren und sich, nach dem Teilen von Bildern und Videos, nicht selbst auf die Schulter klopfen. Ihre Assistentin Tina Truong präsentierte dennoch einige Schnappschüsse und Clips mit und von ihrem Boss:

RiRi selbst gab sogar einem der Demonstranten ihren Instagram-Namen preis, welcher entsetzt fragte: “Das bist du?” und ihrem Account schließlich folgte:

BTS setzten sich für Fans ein
Neben Rihanna, welche ohne Bodyguards auf die Straße ging, setzten sich ebenfalls die sieben südkoreanischen Superstars von BTS für alle Supporter ein und erklärten bereits, dass auch sie ununterbrochen gemobbt werden und sich der “#StopAsianHate”-Bewegung anschließend würden. “Wir sprechen all jenen, die ihre Liebsten verloren haben, unser tiefstes Beileid aus. Wir haben Trauer und Wut. […] Wir als Asiaten können das, was gerade passiert, nicht von unserer Identität trennen. Wir brauchten viel Zeit, um uns sorgfältig Gedanken zu machen und wir zerbrachen uns den Kopf darüber, wie wir unsere Botschaft in die Welt hinaus tragen sollen. Was wir vermitteln müssen, ist eindeutig: Wir wenden uns gegen Rassendiskriminierung. Wir verurteilen Gewalt. Du, ich und wir alle haben das Recht, respektiert zu werden. Wir werden zusammen halten.”

Abschließend erklärten die “Dynamite”-Interpreten: “Wir wollen uns an Momente erinnern, in denen wir als Asiaten diskriminiert wurden. Wir wurden ohne Grund verspottet und für unser Aussehen gedisst. Wir wurden sogar gefragt, warum Asiaten Englisch sprachen würden. Wir können den Schmerz, aus einem solchen Grund im Mittelpunkt von Hass und Gewalt zu stehen, nicht in Worte fassen. Unsere eigenen Erfahrungen sind im Vergleich zu den Ereignissen der letzten Wochen nicht der Rede wert. Unsere Erfahrungen waren jedoch Grund genug, sodass wir uns machtlos fühlten und unser Selbstwertgefühl zerstört worden war.”