Nachdem das “China-Virus" in den USA Hass und Gewalt gegen Asiaten auslöste, meldeten sich die Jungs von BTS zu Wort und wollen den Rassismus auf ihre eigene Art und Weise bekämpfen.

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Amoklauf & Gewalt
Seit Wochen sind Polizisten in unter anderem San Francisco und New York auf der Hut und werden nach diversen Gewaltverbrechen zu Tatorten gerufen, welche verhindert werden hätte können. Mitte März 2021 zum Beispiel soll der 21-jährige hellhäutige tatverdächtige Robert Aaron Long acht Menschen in drei asiatischen Massage-Studios im Großraum Atlanta ermordet haben. Der Auslöser dafür soll die inflationär benutzte Vokabel vom “China-Virus”, welche der ehemalige US-Präsident Donald Trump in seinen Reden verwendet hatte, gewesen sein.

Trumps Nachfolger, US-Präsident Joe Biden, hat sich kurz darauf zu den Attentaten zu Wort gemeldet und die Gewaltwelle gegen “asian-americans” zum Thema gemacht. Die asiatische Gemeinschaft wäre “bösartig attackiert, verfolgt und zu Sündenböcken gestempelt” worden. “Das ist falsch. Das muss aufhören”, fügte Biden hinzu.

#StopAsianHate
Während sich viele unserer bekannten Künstler:innen und Bands zu den Attentaten nicht zu Wort meldeten, möchten die sieben Südkoreaner von BTS den Gewalttaten ein Ende setzen. Passend dazu schlossen sie sich der “#StopAsianHate”-Bewegung an und veröffentlichten ein gemeinsames Statement.

“Wir sprechen all jenen, die ihre Liebsten verloren haben, unser tiefstes Beileid aus. Wir haben Trauer und Wut. […] Wir als Asiaten können das, was gerade passiert, nicht von unserer Identität trennen. Wir brauchten viel Zeit, um uns sorgfältig Gedanken zu machen und wir zerbrachen uns den Kopf darüber, wie wir unsere Botschaft in die Welt hinaus tragen sollen. Was wir vermitteln müssen, ist eindeutig: Wir wenden uns gegen Rassendiskriminierung. Wir verurteilen Gewalt. Du, ich und wir alle haben das Recht, respektiert zu werden. Wir werden zusammen halten”, starteten BTS in ihre Stellungnahme und fügten hinzu, dass auch sie schon mehrfach angegriffen worden waren und rassistische Äußerungen zu ihrem Alltag gehören würden.

“Wir wollen uns an Momente erinnern, in denen wir als Asiaten diskriminiert wurden. Wir wurden ohne Grund verspottet und für unser Aussehen gedisst. Wir wurden sogar gefragt, warum Asiaten Englisch sprachen würden. Wir können den Schmerz, aus einem solchen Grund im Mittelpunkt von Hass und Gewalt zu stehen, nicht in Worte fassen. Unsere eigenen Erfahrungen sind im Vergleich zu den Ereignissen der letzten Wochen nicht der Rede wert. Unsere Erfahrungen waren jedoch Grund genug, sodass wir uns machtlos fühlten und unser Selbstwertgefühl zerstört worden war.”

Im weiteren Verlauf der Stellungnahme stellten sich die Jungs von BTS auf die Seite ihrer asiatischen Fans und wollen auch in Zukunft für eine Welt ohne Rassismus und Gewalt kämpfen.