Ab Dienstag, den 09. März 2021 kann man sich die Netflix-Dokumentation “Das Hausboot” reinziehen, welches vom “POP”-Künstler als “schönstes und gleichzeitig schlimmstes Projekt” in seinem Leben bezeichnet worden war.

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Credit: Offizielles Pressebild

Traum eines schwimmenden Kunstraumes
Fynn Kliemann ist bei seinen Fans nicht nur bekannt dafür, dass er unglaublich gute Songs schreiben und performen kann, der “POP”-Interpret kann auch die Hände nicht still halten und sich auf ein Projekt gleichzeitig konzentrieren. Nicht umsonst trägt er die Titel eines Webdesigners, Unternehmers, Autors, YouTubers und Musikers und konnte in 2020 erst in der Kategorie “Bester Deutscher Act” bei den Europe Music Awards einen Preis abstauben. Doch wie konnte Fynn all diese Dinge gleichzeitig bewältigen, während er ebenfalls an einer eigenen Netflix-Dokumentation arbeitete und ein altes marodes Hausboot renovierte?

“Der Trick war, es niemandem zu erzählen. Ich bin ein Jahr lang zweimal die Woche nach Hamburg gefahren und habe da von morgens bis abends an der Platte gearbeitet sowie parallel in den Nächten zu Hause an der Ausarbeitung gefeilt. Normalerweise filme ich ja meinen Tag von morgens bis abends, haue drei YouTube-Videos pro Woche raus und mache parallel noch so was wie diese Dokumentation. Doch während der Arbeit an dem Album habe ich das Handy zu Hause gelassen. Das war herausfordernd, hat mir aber ermöglicht, in Ruhe und ohne Druck zu arbeiten”, erklärte Kliemann im Interview mit dem MusikExpress und konnte am Ende diverse Projekte abschließen. Nach dem Drop seines Nummer-eins-Albums “POP” konnte er ebenfalls die Einweihungsparty auf dem Hausboot feiern, welches er mithilfe von Olli Schulz in ein “Refugium für Kreative” verwandelt hatte:

Dokumentation geht an den Start
22 Monate hatte Fynn Kliemann am Hausboot, nachdem er sich im November 2018 mit Yvonne Koch traf und ihr das marode Hausboot ihres verstorbenen Vaters Gunter Gabriel abkaufte. 20.000 Euro lag er damals auf den Tisch und wurde im Anschluss von einem Kamerateam bei den gesamten Umbauarbeiten begleitet. Im interview mit RND erinnerte sich das Allroundtalent an jene Zeit wie folgt zurück: “Es gab Tage, da war es richtig schlimm, und es gab Tage, da war es geil, dass man das nicht allein machen musste. Da war ich froh, dass es ihn gibt”, so Kliemann, bevor sein Kollege Olli hinzufügte: “Natürlich haben wir uns gestritten, aber es war nie der Fall, dass das über Wochen oder Monate nicht geklärt wurde. Meistens waren das Impulsreaktionen, die daraus resultierten, dass wir zum Beispiel wieder eine hohe Summe zahlen mussten oder festgestellt haben, dass die Wände verrostet sind. So was kam summiert doch öfter vor, als man es dachte. Irgendwann hat man dünne Nerven bekommen. Dann kam noch die Pandemiesituation dazu, es wurden Konzerte abgesagt, mit denen man auch Geld verdient.”

Geld verdient haben sie mit dem Deal auf Netflix auch. Jedoch war dies nicht der antreibende Grund, mit dem Streaming-Service zusammenzuarbeiten. “Bei Netflix hätte ich schon immer gern mal was gemacht. Es war auch mal meine Überlegung, denen was anzubieten. Aber ich bin auch nicht jemand, der sich so ins Zeug legt, wenn er es nicht nötig hat. Aber dann kam das irgendwie mit dem Boot”, lachte Schulz, während Kliemann hinzufügte: “Ich finde es auch cool, dass man so eine nordische Geschichte auf Netflix erzählt, ohne viel Schnickschnack und sehr uninszeniert. Auf den großen Streaming­plattformen gibt es so was nicht so oft. Die sind sonst immer shiny, durchgestylt, und haben einen speziellen Look.”

Die Netflix-Dokumentation “Das Hausboot” kannst Du Dir ab heute auf dem Streaming-Service anschauen. Zum Trailer geht’s hier entlang: