Nach einer Verurteilung zu 18 Monaten im Gefängnis durfte der Rapper noch mit seinen Kollegen in den Libanon reisen und wurde von ortsansässigen Polizisten scheinbar erneut festgenommen …

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Credit: Pressefoto Universal Music

Gefängnisstrafe
“Ich hab im Knast für die Hofreinigung gearbeitet und da war ein Kassettenrecorder. Ich wusste, dass man aus der Maschine darin eine Tätowiermaschine bauen kann. Also hab ich’s geklaut und meinem Tätowierer im Knast gebracht. Der hat dann daraus an einem Tag eine Maschine gebaut und bekam von seinem Chef Nadeln und Farbe. Die Beamten kamen sogar nach Einschluss zu ihm und wollten von ihm was gemalt haben. Die Führungsschiene war der Strohhalm von ’nem Durstlöscher und dann gings los. Der Typ hat teilweise ganze Arme im Knast gemacht – mit allem Drum und Dran. Er hat mit einer Nadel schattiert. Bezahlt wurde mit Kaffee, Tabak, Schokolade oder Blättchen, das ist die Währung im Knast”, erklärte Deutsch-Rapper Gzuz bereits in 2018 gegenüber dem “Tätowiermagazin” und muss sich schon bald auf die Bezahlmethoden im Knast einstellen:

Nach Verstößen gegen das Waffengesetz, dem Besitz von Betäubungsmitteln, einem versuchtem Diebstahl und Körperverletzung wurde der Hamburger erneut verhaftet und musste sich vor Amtsrichter Johann Krieten erklären. Nach mehreren Verhandlungstagen fiel schließlich das Urteil: Gzuz muss eine Geldstrafe von 510.000 Euro leisten - berechnet aus 300 Tagessätze zu je 1.700 Euro - und wird für ein Jahr und sechs Monate weggesperrt

Knast im Libanon?
Rechtskräftig ist das Urteil zum redaktionellen Zeitpunkt noch nicht. Stattdessen jettete der 32-Jährige mit Kollegen wie Bonez MC in den Libanon und machte die Nacht zum Tag. Vor allem aber scheinen die Jungs ein neues Musikvideo vor Ort gedreht zu haben, hatten unzählige 100 Euro Scheine in der Hosentasche und machten auch vor sonst nichts Halt. Und das kann dem 187 Strassenbande-Mitglied nun teuer zu stehen kommen:

Via Instagram-Story teilte Bonez einen Clip mit allen Fans und zeigte jenen, dass Gzuz von zwei Polizisten aus dem Cabrio gezerrt und auf die Motorhaube gedrückt wurde. Mit Waffen wurde der Rapper, welcher eine weiße Skimaske trug, bedroht, während man ihm Handschellen anlegte. Anschließend ging einer der Ordnungshüter auf Kameramann Pascal Kerouche zu und forderte ihn auf, das Video anzuhalten. Abschließend wurde der Musiker abgeführt …

Ob es sich bei jenem Coup tatsächlich um eine Verhaftung im Libanon handelt oder alles nur ein Teil für ein Musikvideo war, ist nicht bekannt. Fans erklärten unterdes im Kommentarfeld, dass Bonez MC während einer echten Festnahme “sicherlich lauthals losgebrüllt” und seinen Freund geschützt hätte.