Der amerikanische Rapper soll wegen Doppelmordes angeklagt und verurteilt worden sein. Doch hat der 21-Jährige tatsächlich die Todesstrafe erhalten?

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Credit: Spotify

Was war passiert?
YNW Melly hatte eine glorreiche Zukunft vor sich, konnte erste große Erfolge im Game verzeichnen und selbst eine Studio-Session mit Kanye West buchen. Doch dann soll er zwei seiner Kollegen eiskalt erschossen haben. Finanzielle Gründe sollen angeblich zur unumkehrbaren Situation am 26. Oktober 2018 geführt haben, welche laut TMZ “abscheulich und unbarmherzig gewesen” gewesen war. Die Tat an sich war auf “kalte, kalkulierte und vorsätzliche Weise” geplant und durchgeführt worden. Wenige Monate später klickten die Handschellen und YNW Melly wurde im Alter von 19 festgenommen.

Seither sitzt der Musiker in Untersuchungshaft im "Broward County”-Gefängnis in Florida und soll einer Todesstrafe nach dem zweifachen Mord nicht entkommen können. Er selber wartet noch immer auf seinen Prozess, konnte unterdes erneut Songs veröffentlichen und an einem kompletten Album arbeiten …

Todesstrafe ausgesprochen?
Mitte September 2020 machten schließlich Gerüchte die Runde, Melly wäre bereits verurteilt worden und wird in seinem Leben keinen Schritt mehr in Freiheit tätigen können. Glaubt man den Angaben vom Internetportal Distractify, so wurde YNW Melly wegen Mordes an seinen Freunden und Rapper-Kollegen Anthony Williams [YNW Sakchasr] und Christopher Thomas Jr. [YNW Juvy] für schuldig gesprochen. Der 21-jährige Rapper ist ebenfalls ein Verdächtiger bei der Ermordung eines Sheriff-Stellvertreters in Gifford, welche im Jahr 2017 stattgefunden hatte.

In seiner offiziellen Erklärung vom Bundesstaat Florida heißt es unterdes, dass der Rapper “auf kalte, kalkulierte und vorsätzliche Weise ohne Vorwand einer moralischen oder rechtlichen Rechtfertigung” seine Freunde erschossen habe. Eine offizielle Stellungnahme seines Teams auf Instagram gibt es unterdes noch nicht. Die stellvertretende Staatsanwältin Kristine Bradley, die gegen den Rapper Klage erhoben hatte, behauptete unterdes, es gebe viele “erschwerende Faktoren”, welche seine Handlungen der Todesstrafe würdig machen würden

YNW Melly soll Berufung eingelegt und auf nicht schuldig plädiert haben.