Nachdem Gaga als Teenager vergewaltigt worden war, kämpft sie gegen ihre psychischen Probleme an und gestand, dass sie mittlerweile selbst Medikamente nehmen muss.

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Mentale Probleme nach Vergewaltigung
“Ich wurde im Alter von 19 Jahren immer wieder vergewaltigt und habe daraufhin eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt und das Trauma nicht verarbeitet. Ich hatte niemand, der mir geholfen hat, ich hatte keinen Therapeuten, ich hatte keinen Doktor, der mir durch das ganze verhalf”, sagte Lady Gaga im Rahmen der Oprah Winfrey-Tour.

Im weiteren Verlauf gestand der Superstar zum Teil unter Tränen, wie diese Erfahrungen ihr Erwachsensein geformt haben und letztlich zu mentalen und körperlichen Problemen führten, die sie zeitweise nicht mal aus dem Bett haben aufstehen lassen. Todesängste waren der Gipfel des Eisbergs, gegen welche die “Born this Way”-Interpretin noch Jahre später ankämpfen würde. Die psychischen Probleme bekam Lady Gaga schließlich nicht einfach so in den Griff, sondern versuchte es mit einer Therapie und musste schließlich auf Medikamente zurückgreifen.

“Ich habe für [mein Album] ’Chromatica' einen Song namens '911' geschrieben, in dem es um ein Medikament geht. Ich muss Psychopharmaka nehmen, weil ich nicht immer kontrollieren kann, was mein Gehirn tut”, gestand die Sängerin im Interview mit Beats 1-Moderator Zane Lowe. “Ich weiß, dass ich psychische Probleme habe und dass sie mich manchmal als Menschen funktionsunfähig machen können.”

Lady Gaga selbst versucht sich seither ebenfalls für die Medizin einzusetzen und ihren Fans zu vermitteln, dass Therapeuten ein Geschenk Gottes sind. “Ich dachte über die Helfer der Welt nach, wie ihre mentale Verlassenheit ist und wie sie nicht unbedingt die Hilfe haben, die sie brauchen. Wenn dies alles ‘vorbei’ ist und die Dinge ‘besser’ werden, was auch immer das bedeutet … Wer wird dann da sein, um sie zu unterstützen?”, fragte Gaga und fügte hinzu, dass sie wissen würde, dass sie “nicht der einzige Mensch auf dem Planeten” sei, der leidet. Stattdessen möchte sie sich schon heute um diejenigen kümmern, welche uns in der Corona-Krise mit Rat und Tat zur Seite stehen.