Seit Februar 2019 sitzt der US-Rapper aufgrund von zweifachem Mord im Gefängnis und nutzt die Zeit, um sich inspirieren zu lassen. Einen kompletten LongPlayer möchte YNW Melly bereits erstellt haben.

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“Murder On My Mind” und Haftstrafe
YNW Melly konnte bereits im Jahr 2017 große Wellen im Game schlagen und droppte den Track “Murder On My Mind”, welcher selbst von Kanye West gehypt worden war. Seine Fanbase wuchs täglich, doch der US-Rapper hatte etwas ganz anderes im Sinn: Jamell Maurice Demons, so der bürgerliche Name, soll seine beiden Freunde und Crew-Mitglieder Anthony Williams [YNW Sakchaser] und Christopher Thomas Jr. [YNW Juvy] im Oktober 2018 ermordet haben.

Er selber ist sich seither keiner Schuld bewusst und schrieb, nachdem im Februar 2019 die Handschellen klickten und die Polizei öffentlich bestätigt hatte, ihn festgenommen zu haben: “Für all meine Fans und Supporter: Nein, ich wurde nicht in Washington verhaftet, jedoch werde ich mich heute selbst stellen. Ich möchte, dass ihr wisst, dass ich euch liebe und jeden einzelnen wertschätze. Leider machen einige Gerüchte und Lügen die Runde, doch keine Sorge: Gott steht mir und meinem Bruder YNW Bortlen bei und denkt dran: Wir sind die YNW-Familie.”

Im “Broward County”-Gefängnis in Florida sitzt der 21-Jährige seither seine Strafe ab, vollendete die Arbeiten an seinem Debütalbum “Melly vs. Melvin" und droppte das Werk am 22. November 2019. In den USA konnte die LP auf Platz acht landen, via Spotify generierte der Inhaftierte, welcher über 13 Millionen monatliche Hörer aufweisen kann, bislang über zwei Milliarden Streams.

Neues Album
Melly, welcher aufgrund von zweifachem Mord im Gefängnis sitzt, nutzt die Zeit, um sich inspirieren zu lassen. Das zumindest erklärte er DJ Akademiks und sagte ihm, dass er ein komplettes Album geschrieben habe. Drei von den Liedern hatte er seinem Kollegen während des Telefonats vorgesungen und sei davon überzeugt, dass auch diese ein Hit werden.

“Ich habe heute mit YNW Melly telefoniert … Er war zuversichtlich und hat mir gesagt: ‘Ich werde in 2020 nach Hause kommen’”, schrieb DJ Akademiks unter anderem nieder. Wie der 21-Jährige alle Tracks aufnehmen möchte, ist unterdes fraglich. Auch steht noch in den Sternen, ob er überhaupt das Gefängnis verlassen wird. Ihm selbst könnte die Todesstrafe drohen und auch der eingereichte Antrag auf eine vorzeitige Entlassung aufgrund von COVID-19 wurde ihm verwehrt.