Seit sechs Tagen können sich die Jungs von Heaven Shall Burn auf Platz eins der Charts behaupten und machen Pietro das Leben schwer.

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Battle um die Spitze
Am 20. März 2020 veröffentlichte Pietro Lombardi sein nunmehr drittes Solo-Studioalbum und hofft darauf, dass er sich eine Woche nach dem Drop die Spitze der deutschen Charts sichern kann. Doch ganz so einfach wird man es dem ehemaligen Gewinner von Deutschland sucht den Superstar nicht machen. Stattdessen platzierte er sich die ganzen letzten Tage auf Rang zwei und hat es mit einer von ihm beschriebenen “unbekannten Rockband aus dem Nichts” zu tun.

Die Jungs von Heaven Shall Burn, wie jene Gruppe eigentlich heißt, konnte sich demnach in den Zwischenwerten immer vor Lombardi positionieren und richteten sich schließlich mit einem Facebook-Post an den “Kämpferherz”-Sänger: “Da sind wir also nun beim RTL.de Publikum angekommen... Wir fühlen uns geehrt und sind ehrlicherweise auch etwas beängstigt. Keine Sorge Lombi Du wirst es schon schaffen - wir teilen Deinen Aufruf gern, genauso wie unsere Fans (wieso gibt es unsere Sachen eigentlich nicht im Shopping TV?!) Ihr könnt uns jetzt fast nur noch mit Downloads und Streams helfen, ein paar CD/Vinyl sind auch noch lieferbar. Alles andere ist ausverkauft. Überlegen grad wirklich uns das als Untertitel schützen zu lassen: ‘DIE ROCKERBAND AUS DEM NICHTS!’, klingt irgendwie so schön nach Abenteuer und Freiheit [sic]”, erklärten die Musiker und teilten folgenden Beitrag mit ihren Fans:

 

Im Interview mit der “BILD”-Zeitung gab Maik Weichert, Gitarrist der Band, einige Worte von sich und gestand: “Also eigentlich waren uns die Charts ja relativ egal. Es gibt grad wichtigeres für uns. Aber wenn da jemand kommt und eine ganze Szene, eine ganze Lebens- und Denkweise von oben herab als Nichts bezeichnet, dann erwacht in jedem Metaller der Wolf. So ist das im Metal: Wer Wind sät wird Sturm ernten. Natürlich mit Respekt, aber ohne Kompromisse.”

Pietro selbst entschuldigte sich in seiner Instagram-Story bereits bei den Rockern und wollte tatsächlich keinen Stress anfangen. Stattdessen kannte er die deutsche Metalcore- und Melodic-Death-Metal-Band aus Saalfeld/Saale in Thüringen einfach nicht, welche seit 1996 ihre Fans zum Headbangen verleiten können, 2000 ihr Debütalbum "Asunder" releasten und zu einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Metalcore zählen … Ob Heaven Shall Burn mit ihrem LongPlayer “Of Truth and Sacrifice” am Freitagnachmittag, den 27. März 2020 das Rennen um die Spitze der Charts gewinnen wird?