Am 04. April 2020 wollte Helene eigentlich im österreichischen Dörfchen Bad Hofgastein auf der Bühne stehen und rund 35.000 Fans bespaßen. Doch ihre Comeback-Show musste abgesagt werden, die Vorbereitungen wurden gestoppt.

Helene-Fischer.jpg

Credit: Gisela Schober / GettyImages

XXL-Show in XXS-Dorf
“Es wird die größte Evakuierungsgeschichte Gasteins”, erklärte Konzertveranstalter Klaus Leutgeb im Februar und sprach somit über das geplante Comeback-Konzert von Helene Fischer. Der Schlagerstar hatte am 04. April 2020 zum “Sound & Snow Gastein” im österreichischen Bad Hofgastein geladen und wollte eine Show auf die Beine stellen, welche 35.000 Fans in die Berge hätte ziehen sollen. Bad Hofgastein, das ein Wintersport- und Wanderparadies im Bezirk St. Johann im Pongau, im Land Salzburg hatte sich seither auf den Ansturm gefasst gemacht - schließlich wohnen lediglich 6.888 Personen in dem Örtchen, welches ungefähr drei Kilometer nördlich des Stadtzentrums im Ortsteil Breitenberg über eine einzige Bahnstation und 15 Restaurants verfügt …

Ausgewiesene Parkflächen für die mit dem Auto anreisenden Besucher wurden demnach schon in seit der Pressekonferenz in Bad Hofgastein kreiert und 150 Gelenkbussen, welche alle Fans zum Konzertgelände und wieder zurückfahren sollten, wurden bestellt. Fast 1.500 mobile Toiletten, spezielle Bodenplatten für die gigantische Bühne am Konzertgelände der Schloßalmbahn und eine komplette Fanmeile, welche alle Besucher mit Fressbuden und “vielen weiteren Musikgruppen” verköstigen und bespaßen soll, waren ebenfalls in Planung und wurden zum Teil bereits angeliefert, doch nutzen wird man sie nicht können: Nachdem Covid-19 weltweit ausgebrochen ist und bereits Nachbarländer wie Dänemark und Frankreich ihre Grenzen geschlossen haben, wurden die Einreisebestimmungen in ganz Europa wegen der Coronavirus-Pandemie verschärft. “Personen aus Deutschland dürfen die Grenzen nach Österreich nur noch überschreiten, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Dies ist der Fall bei Berufspendlern, Warenverkehr, Personen mit festem Wohnsitz in Österreich. Die Kontrollen führt die deutsche Bundespolizei durch”, erklärte der ADAC und bestätigte somit den Grund für die Absage des Comeback-Konzertes von Helene Fischer.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

A post shared by Helene Fischer (@helenefischer) on

Der Konzertveranstalter Klaus Leutgeb erklärte demnach laut BILD: “Helene Fischer und wir bedauern die Absage zutiefst. Jedoch steht hier die Gesundheit aller Beteiligten an erster Stelle, daher gilt unser Dank auch den zuständigen Behörden für die rasche Entscheidung. Einen Event dieser Größenordnung so kurzfristig abzusagen, bedeutet auch für uns und unser Team eine besondere Herausforderung. Wir sind sehr bemüht, Lösungen für jeden einzelnen unserer Besucher zu finden, bitten hier jedoch um ein wenig Geduld.”

Der Schlagerstar selbst hat sich ebenfalls schon zur Absage zu Wort gemeldet und gestanden, dass ihr die Absage von der Comeback-Show und ihrer Performance in der Schweiz leidtun würden.

“Ihr Lieben! Die Veranstalter von ‘Sound & Snow’ in Bad Hofgastein in Österreich und dem ‘SnowpenAir’ auf der Kleinen Scheidegg in der Schweiz haben die Events – und damit auch meine Auftritte – leider abgesagt. Sie folgen damit den Anweisungen der örtlichen Gesundheitsbehörden, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen. So gern ich für euch gesungen hätte und es sehr bedauere, nicht bei euch sein zu können, so klar ist natürlich auch, dass die Gesundheit aller Menschen immer Vorrang hat. Ich wünsche den Verantwortlichen, den Betroffenen und Helfern und euch allen in dieser Ausnahmesituation viel Kraft. Ich kann nur hoffen, dass wir die entfallenen Termine bald nachholen können”, schrieb sie unter anderem nieder und fügte hinzu, dass all ihre Fans auf “sich aufpassen” und “gesund bleiben” sollen.