Eigentlich wollte sich die Rapperin gegen die Richtlinien vom Bundesland Bayern stellen und einfach zwei Shows spielen ... Doch am Ende musste sie den Kürzeren ziehen.

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Debüt an der Spitze
Die aus Tschechien stammende YouTuberin konnte mit ihrem Debütalbum “Bo$$ Bitch” Anfang des Jahres 2020 die Spitze der deutschen Rankings erobern und verfrachtete Eminem auf Platz zwei. Katja Krasavice, so ihr Künstlername, bedankte sich anschließend bei allen Fans und erklärte:

“‘Das Debut Solo Album von Katja Krasavice ‘Boss Bitch’ geht in den offiziellen Deutschen Chats auf Platz 1!’ Ein Satz der mir zeigt dass man alles erreichen kann. Nun ist es soweit, all der Hass, all die Tränen in meinem Kinderzimmer und die Missgunst - alles hat sich gelohnt! Ich war schon immer anders. Schon immer eine Person über die andere meinen zu urteilen. Weil ich anders denke, anders aussehe und anders Handel. Ich wollte nie lügen um gemocht zu werden, oder mein Aussehen normal anpassen um dazu zu gehören. Ich wusste immer dass meine freizügige Art, und meine freizügige Kleidung dazu führt dass Leute anfangen mich zu hassen. Früher habe ich es nicht verstanden wieso mich Leute ausgrenzen, anspucken oder sogar schlagen. Heute weiß ich: die Schwächeren wollen denen die glänzen ihren ganz nehmen. Schade, glänze heute sogar mehr ihr fotzen Endlich weiß ich: ich bin so wie ich bin, etwas besonderes. Ich bin nicht die typische kommerzielle Künstlerin - ich bin ein Freak! Und Heute geht der Freak auf Platz 1 und hält seinen Award vor seinen dicken Titten. Und an alle von damals die mich ausgelacht haben und mir heute folgen: wenn ihr nett seid dürft ihr den Award auch mal halten Dieser Erfolg gehört nicht nur mir, sondern auch meinem Mega Team und Vorallem EUCH - danke an jeden einzelnen der dazu beigetragen hat der verklemmten Außenwelt zu zeigen dass man auch etwas erreichen kann wenn man NICHT auf scheinheilig tut BOSS BITCH ist auf Platz 1 !!!!!!! [sic]”

Tour muss womöglich abgesagt werden
Katja selbst wollte ihre LP “Bo$$ Bitch” ebenfalls mit einer dazugehörigen Konzertreise komplementieren, welche Anfang März 2020 startete. Doch auch sie muss sich den Regelungen der einzelnen Bundesländer beugen und sich vor dem Coronavirus schützen. Wie sie via Instagram erklärte, hätte ihre Show in München demnach abgesagt werden müssen, doch die Rapperin kam auf eine andere Idee ...

“Hey Leute, was geht ab? Das Coronavirus hat uns offiziell gef*ckt. Eigentlich dürfen wir heute in München nicht spielen - hört bitte zu, das ist ganz wichtig: Ich bin ja gerade in München und bin schon ready, wie ihr seht. Und wir dürfen nicht spielen wegen dem Bastart-Coronavirus. Aber ich verarsche heute offiziell das Coronavirus sowas von. Bis 499 Leute darf man spielen, drüber nicht. Wir sind zwar weitaus drüber, aber wir haben einen Cheat und eine Idee, wie wir das machen. Ich tu euch gleich den Text posten, lest euch den bitte genau durch. Ich werde heute zwei Shows an einem Abend spielen. […] Die Show findet statt, nur halt ein bisschen anders. Aber besser als gar nicht. Egal, wir verarschen zusammen das Coronavirus offiziell [sic]”, sagte sie via Instagram und veröffentlichte folgenden Post:

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Credit: katjakrasavice / Instagram

Und siehe da? Die erste Performance ging reibungslos über die Bühne, im Anschluss daran erklärte sie: “Leute ich hoffe, ihr hört mich. Ist richtig laut. Um 17.30 Uhr ist Einlass für die erste Show. Um 18.30 Uhr geht die Show los. […] Genau bei 400 machen wir zu und dann geht die erste Show los. […] Die Show ist nicht abgesagt. Ich racker mich hier ab und mache extra zwei Shows. Ich warte schon auf euch auf der Bühne man.”

Krasavices Plan war am Ende dennoch nicht aufgegangen: “Die zweite Show wurde leider abgesagt wegen Corona. Es tut mir richtig leid. Ich habe die erste Show gespielt, ich habs gemacht und versucht, dass die ersten 400 wenigstens eine geile Show haben. Aber es wurde jetzt trotzdem abgesagt. Wir gucken, welche Tour ich noch spielen kann und die anderen werden verschoben. Danke, dass ihr gekommen seid und danke an die, die in den anderen Städten schon gekommen sind”, fügte die Rapperin via Instagram-Story hinzu und musste allen vor der Halle wartenden Fans die traurigen Nachrichten ebenfalls überbringen. Welche der fünf anstehenden Performances - darunter Berlin, Hamburg und Frankfurt - tatsächlich noch stattfinden werden, ist nicht bekannt gegeben worden.

Katja Krasavice richtete sich anschließend noch einmal an ihre Follower und fügte hinzu: “Fick Corona, weil im Endeffekt ist es nur eine sinnlose Grippe.”