Am späten Montagabend performte Apache 207 seinen brandneuen Track “Matrix” und gedachte mit seinem TV-Debüt den verstorbenen Opfern vom Terroranschlag in der hessischen Stadt.

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Credit: Apache 207

Performance bei Late Night Berlin
“Könnt ihr euch noch daran erinnern, als ihr Apache 207 das letzte Mal im Fernsehen gesehen habt?! Ich auch nicht. Das kann nämlich gar nicht sein. Der ist nämlich noch nie im Fernsehen aufgetreten, aber das werden wir jetzt ändern. Apache bei Late Night Berlin. Er wird seinen neuen Song bei mir performen. Ich freue mich sehr”, erklärte TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf in einem Clip auf Instagram und scherzte abschließend: "Gerüchten zufolge ist er vier Meter groß und ‘ne eindrucksvolle Erscheinung. Das werde ich prüfen.”

Am späten Montagabend, den 24. Februar 2020 war es schließlich so weit: Der aus Ludwigshafen am Rhein stammende 22-Jährige gab sein deutsches TV-Debüt und performte zudem noch seinen brandneuen Track “Matrix”. Doch statt wie immer alle zum Tanzen zu bringen, schlug Apache 207 dieses Mal einen anderen Ton an und präsentierte ein nachdenklicheres Stück, welches von Geld, Neid, Hass und seinem eigenen Block inspiriert worden war. Unter anderem gab er folgende Line von sich:
“Mit 21 schon gelernt, dass Geld nicht alles ist, deshalb haben auch meine Party-Hits ein’n Touch von depressiv.”Viele Fernsehzuschauer feierten seine Live-Skills und die Tatsache, dass er auch an einem mit dem Piano begleiteten Stück abliefern konnte. Doch wirklich im Mittelpunkt stand der brandneue Song nicht. Stattdessen zog Apache 207 mit seinem Outfit die meiste Aufmerksamkeit auf sich und gedachte den verstorbenen Opfern vom Terroranschlag in der hessischen Stadt Hanau. Kurz nach dem Beginn seiner Performance zog der 1,98 Meter große Act seine Lederweste aus und präsentierte ein schwarzes Shirt, welches in weißen Großbuchstaben die Worte “PRAY FOR HANAU” - auf Deutsch: “Betet für Hanau” - gefeatured hatte.

Anschlag in Hanau
Am Mittwochabend, den 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau aus rechtsradikalen und rassistischen Motiven neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Im Anschluss daran soll er nach Überzeugung der Ermittler seine Mutter und sich selbst getötet haben. Wie die “Hessenschau” berichtete, handelte es sich bei dem Schützen, welcher in mehreren Ortschaften bewusst auf Menschen zielte, um einen rechtsextremen und psychisch kranken Mann, welcher im Schießverein Mitglied war und trotz der Äußerung von “wirren Verschwörungstheorien legal zwei Waffen besitzen” durfte.

“Hanau ist die Stadt der Migration. Dass so eine Tat in dieser Stadt passiert ist, macht uns alle unfassbar wütend, unfassbar traurig. Wir wissen, dass diese Tat einen Nährboden hatte. Und dafür brauchen wir eine solidarische Gesellschaft, eine Gesellschaft, die sagt: Wir akzeptieren das nicht und es reicht”, sagte Bündnis-Sprecherin Newroz Duman.

Die komplette “Matrix”-Performance von Apache207 kannst Du Dir unterdes im nachfolgenden Beitrag noch einmal anschauen: