Statt im März 2020 auf der Bühne zu stehen, haben die Jungs von Metallica ihre geplante Konzertreise um einige Wochen nach hinten verschoben und möchten ihrem Frontmann noch etwas Zeit geben.

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James und seine Alkoholsucht
“Eine Nachricht von Lars, Kirk und Rob. Es tut uns wahrlich leid, unsere Fans und Freunde informieren zu müssen, dass wir unsere anstehende Tournee durch Australien und Neuseeland aufschieben müssen. Wie viele von euch wahrscheinlich wissen, hatte unser Bruder James für viele Jahre immer mal wieder mit Abhängigkeit zu kämpfen. Jetzt musste er sich unglücklicherweise wieder einem Behandlungsprogramm unterziehen, um an seiner Genesung zu arbeiten”, erklärten die Jungs von Metallica im September 2019 und mussten die weiteren Konzerte erst einmal absagen.

“Wir haben die volle Absicht, unseren Weg in euren Teil der Welt anzutreten, sobald es Gesundheit und Terminplan erlauben. Wir lassen es euch wissen, sobald wir können. Nochmal einmal: Wir sind am Boden zerstört, dass wir so vielen von euch Unannehmlichkeiten bereitet haben, im Besonderen unseren treuesten Fans, die große Distanzen zurücklegen, um unsere Shows zu erleben. Wir wissen euer Verständnis und eure Unterstützung für James zu schätzen und – wie immer – danken wir euch dafür, dass ihr ein Teil der Metallica-Familie seid.”

Ihre Fans hatten den Move verstanden und stärkten Frontmann James Hetfield den Rücken. Jener zeigte sich fünf Monate nach dem Tourabbruch erstmals bei der Eröffnung der Auto-Ausstellung “Reclaimed Rust: The James Hetfield Collection” im Petersen Automotive Museum und lächelte in die Kameras. Auf die Frage bezüglich einer gemeinsamen Zukunft mit Metallica gestand der 56-Jährige: “Das ist eine gute Frage. Wir wissen es nicht. Gerade jetzt sitze ich im Petersen Museum. Ich weiß nicht, was als Nächstes passieren wird. Und das ist das Schöne daran. Wir werden uns zusammensetzen und herausfinden, was für uns alle funktionieren wird. Was auch immer kommt, wir wissen es aktuell noch nicht.”

Müssen Gigs verschieben
Am 29. März 2020 hätte der 14. Teil der “WorldWired”-Weltreise von Metallica stattfinden sollen. Doch tatsächlich auf der Bühne werden die “Nothing Else Matters”-Interpreten nicht stehen. Stattdessen veröffentlichten sie ein weiteres Statement und erklärten in diesem, dass sie diese Shows sechs Monate nach hinten verschieben müssen, Mitte April 2020 in Chile erstmals wieder performen möchten und “wohl zu ehrgeizig” waren.

“Wir waren bei dem Datum wohl etwas zu ambitioniert im Bezug darauf, dass wir unseren Kram zusammenbekommen wollen, um euch die Erfahrung zu bieten, die der vorangegangenen aus 2018 zumindest ebenbürtig, oder sogar besser ist”, erklärten die Musiker und werden die US-Daten im September und Oktober 2020 spielen wollen. Die geplanten Shows in Südamerika stehen derweil weiterhin wie geplant auf dem Terminkalender.

“Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die die Neuterminierung verursacht, und danken euch für all die Liebe und Unterstützung die ihr ‘All Within My Hands’ gegeben habt”, schrieben sie anschließend nieder, konnten dank des Benefizgigs in 2018 bereits über 1,3 Millionen Dollar einnehmen und das Geld für einen wohltätigen Zweck spenden. Am 12. September 2020 soll das nächste Konzert zu Ehren “All Within My Hands” im Masonic in San Francisco stattfinden. Der Vorverkauf der Tickets ist derweil noch nicht festgelegt worden.