Wenige Tage vor seiner vorerst letzten Gerichtsverhandlung hatte der “STOOPID”-Interpret Richter Paul Engelmayer einen Brief übersandt und entschuldigte sich für sein Verhalten.

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Stichtag: 18. Dezember 2019
Seit fast 13 Monaten sitzt US-Rapper 6ix9ine, ebenfalls unter dem Alter Ego Tekashi69 bekannt, nun schon in Untersuchungshaft, musste aus Sicherheitsgründen aus einem Gefängnis verlegt werden und wartet auf seine vorerst letzte Gerichtsverhandlung. Am 18. Dezember 2019 wird Richter Paul Engelmayer, welcher sich seit einer Weile mit dem Künstler beschäftigt und ihm im Oktober 2018 bereits 1.000 Sozialstunden und eine vierjährige Bewährungsstrafe aufgedeckt hatte, sein Urteil fällen.

Anwalt Geoffrey S. Berman hofft unterdes auf ein gemindertes Strafmaß und erklärte Anfang Dezember 2019, dass sein Mandant dank seiner Aussagen und der Zusammenarbeit mit den Behörden nicht nur sein, sondern auch das Leben seiner Familie in Gefahr gebracht hatte und dafür belohnt werden sollte. “[Daniel] Hernandez hat den Behörden wichtige Informationen eines Insiders überstellt, sodass man die Struktur und die Organisation der Nine Trey [Gang] identifizieren konnte. Auch die Hauptverantwortlichen, sowie gewalttätige Handlungen wurden, welche er selbst oder von anderen Nine Trey-Mitgliedern übermittelt bekommen hatte, thematisiert und diskutiert”, kann man unter anderem in dem Memo nachlesen.

Emotionaler Brief
Um jenem Schreiben noch einmal eine neue Bedeutung zu geben, hat sich 6ix9ine selbst etwas einfallen lassen: Der aus New York stammende Rapper hatte Richter Engelmayer einen emotionalen Brief zukommen lassen, sich bei ihm für die Festnahme bedankt und für seine Vergangenheit entschuldigt.

“Weil der Termin meiner Verurteilung näher rückt, werde ich immer häufiger von meinen Emotionen überwältigt”, kann man in dem Schriftstück, welches TMZ in die Hände bekommen hat, nachlesen. “Vor allem danke ich Ihnen für diese Gelegenheit. Euer Ehren, ich bereue die Situation, in welcher ich mich gerade befinde. Ich weiß, dass mein Leben niemals das gleiche sein wird, aber ich hoffe, dass es sich zum Besseren wenden wird, denn darüber hinaus betrachte ich mich immer noch als Vorbild für Millionen von Menschen. Ich sehe mich als Künstler, Berühmtheit und als Mensch. Ich bin froh, dass die Öffentlichkeit mitansehen konnte, wie ich mit den Konsequenzen meiner Handlungen umgegangen bin, weil ich das Gefühl habe, dass dies ein Licht auf das wirft, was sich aus einer Zugehörigkeit zu solch einer Gang entwickeln kann.”

Ebenfalls soll er sich “erleichtert” gefühlt haben, nachdem er am 19. November 2018 verhaftete und in Untersuchungshaft gesteckt worden war. Die Nine Trey Gangsta Bloods sollen damals über sein Leben bestimmt haben, sodass er keinen Ausweg gesehen hatte und für sie handelte. “Ich hätte es niemals alleine geschafft, dort hinauszukommen. Ich weiß, dass ich die Möglichkeit bekommen hatte, von welcher Millionen von Menschen nur träumen. Ich habe es verschwendet, indem ich mich mit den falschen Leuten eingelassen und mich selbst falsch dargestellt habe. Es tut mir wirklich leid für den Schaden, den ich angerichtet habe. Wenn ich eine zweite Chance bekomme, werde ich dieses Gericht nicht im Stich lassen und einen Teil meines Lebens dazu nutzen, anderen zu helfen, nicht die gleichen Fehler zu machen, die ich gemacht habe”, schrieb er abschließend nieder.

Ob 6ix9ine mit diesem Schreiben seinen eigenen Hintern hat retten können, ist dennoch fraglich …