Am 04. Dezember 2019 feierte Jay-Z nicht nur seinen 50. Geburtstag, sondern beschenkte auch seine Fans und lud seine gesamte Musik erneut auf Spotify hoch.

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Boykott und eigener Streaming-Service
Vor über vier Jahren hatte US-Rapper Jay-Z seinen kompletten musikalischen Katalog vom schwedischen Streaming-Service Spotify genommen und seine Entscheidung erst einmal nicht erklärt. Wenige Wochen später ließ Beyoncés Ehemann schließlich ein Event live übertragen, bei welchem Künstler wie Kanye West, Coldplay, Madonna, Kanye West, Rihanna, Daft Punk und Alicia Keys anwesend waren und die neue Idee des Allroundtalents unterstützten:

Jay-Z hatte dem skandinavischen Online-Streaming-Dienstleister “Aspiro” umgerechnet rund 49,5 Millionen Euro für 90 Prozent ihrer Unternehmensanteile angeboten und wollte im Beriech des Musik-Streamings mitmischen. Den Namen änderte er schließlich auf “TIDAL” um, lud all seine bis dato veröffentlichten Singles und Alben auf seinem eigenen Dienst hoch und boykottierte Spotify weiterhin.

Happy Birthday Hov!
Vier Jahre sind seither vergangen und Jay-Z blieb standhaft, versuchte mit exklusiven Deals neue User anzuwerben und kooperierte mit anderen Künstlern, um TIDAL voranzutreiben. Mit drei Millionen Accounts und einem Marktwert von rund 600 Millionen US-Dollar, konnte sich der Streaming-Dienst eine Scheibe vom Kuchen abschneiden und sieht im Vergleich zum schwedischen Konkurrenten dennoch alt aus. Spotify kann monatlich rund 232 Millionen aktive User verzeichnen [108 von diesen sind Premium-Accounts] und soll laut “CNBC” rund 26 Milliarden US-Dollar wert sein …

Diese Zahlen allein sprechen für sich, sodass Jay-Z passend zum 50. Geburtstag am 04. Dezember 2019 seinen gesamten musikalischen Katalog ein weiteres Mal bei der Konkurrenz hochgeladen hatte und seither die Kasse klingeln lässt.

Über 1,2 Milliarden Streams konnte der dreifache Vater dank Spotify mittlerweile verbuchen, wobei Lieder wie “Renegade”, “Hard Knock Life” und “Swagga Like Us” zwischen 44 und 99 Millionen Mal innerhalb der letzten zwei Tage gestreamt worden waren. Wie viele Millionen ihm wohl durch die Deaktivierung seines Profils in der Vergangenheit durch die Lappen gegangen waren?!