Nachdem das Publikum beim “Knotfest”-Festival in Mexiko-Stadt zu stürmisch war, musste das Event abgesagt werden und verärgerte unzählige Fans, welche wütend die Bühne stürmten und ein Schlagzeug in Brand setzen.

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Credit: Martin Philbey / GettyImages

Percussionist musste gehen
Die Nu-Metal-Mitglieder von Slipknot konnten sich bereits mit ihrem selbsternannten Debütalbum im Jahr 1999 weltweit einen Namen machen und Fans auf dem gesamten Globus ihr Eigen nennen. Die Jungs konnten unzählige Male die Welt umrunden, Live-Performances geben und standen selbst im Juni 2019 als Headliner bei Rock am Ring und Rock im Park auf der Bühne, bevor sie am 09. August 2019 ihre sechste und gleichzeitig vierte Nummer-eins-LP auf den Markt brachten. Am Entstehungsprozess von “We Are Not Your Kind” war erstmals Chris Fehn nicht mehr mit am Start, der langjährige Perkussionist musste Slipknot verlassen. “Unser Fokus liegt auf der Erstellung von Album Nummer sechs und unseren kommenden Shows auf der ganzen Welt - unsere Besten bislang. Chris weiß, warum er nicht mehr zu Slipknot gehört. Wir sind enttäuscht, dass er sich entschieden hat, anderen die Schuld zu geben und Behauptungen in die Welt zu setzen, anstatt das zu tun, was nötig gewesen wäre, um weiter ein Teil von Slipknot zu bleiben. Wir hätten uns gewünscht, dass er einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Dennoch ist die Weiterentwicklung im Leben eines der wichtigsten Dinge überhaupt - Lang lebe the Knot”, erklärte die Gruppe in einer Pressemitteilung.

Die 14 Tracks starke CD wurde dennoch unglaublich oft erstanden und gestreamt und schaffte es unter anderem in Portugal, Spanien, Großbritannien und Kanada an die Spitze der Charts.

Die Situation eskalierte
Passend zu dem Release ihres neuesten Werkes haben sich Slipknot einmal wieder dazu entschieden, ihr legendäres und alljährliches “Knotfest” anzukündigen. Das Festival, welches 2012 erstmals ins Leben gerufen worden war, soll in unter anderem USA, Mexiko, Frankreich, Kolumbien und Japan alle Metal-Fans zum Headbangen bringen und sorgte mittlerweile dennoch für negative Schlagzeilen:

Am Samstag, den 30. November 2019 fand die Veranstaltung demnach in Mexiko-Stadt statt und war schon wenige Stunden nach dem Drop der Tickets restlos ausverkauft. Doch wirklich lange konnten sich die Besucher nicht auf dem Gelände aufhalten. Stattdessen wurde während des Auftritts der Band Behemoth von der Meute eine Barrikade umgestoßen, welche nicht erneut aufgestellt werden konnte und dafür sorgte, dass das “Knotfest” abgebrochen werden mussten. Auf Performances von unter anderem Evanescence und Slipknot selbst mussten alle Festivalbesucher verzichten, wie die Headliner via Twitter erklärten. “Aufgrund von einer zerstörten Absperrung und den Versuchen, sie wieder aufzubauen, musste Slipknot die Performance in der vergangenen Nacht canceln. Die Sicherheit - vor allem die Sicherheit für unsere Fans und Bands - hat unsere erste Priorität. Wir wollen uns entschuldigen und hoffen, dass ihr es versteht. Sollte auch nur einem etwas passiert sein, hätten wir uns dies niemals verziehen”, kann man unterdes auf ihrem Profil nachlesen ...

Fans der Nu-Metal-Künstler rund um Frontmann Corey Taylor waren alles andere als begeistert von jenen Neuigkeiten und stürmten letzten Endes wütend die Bühne. Doch damit nicht genug: Ein namentlich nicht weiter erwähnter junger Mann war sogar so außer sich, dass er das bereits aufgebaute Schlagzeug von Evanescence von dem Podest stieß, in die Menge schmiss und in Brand setzte.

Ob jemand zur Rechenschaft gezogen wird oder Personen verhaftet worden waren, ist derzeit nicht bekannt. Slipknot selbst veröffentlichte bereits ein weiteres Statement und erklärte: “Im Sinne der Sicherheit für die Fans wurde entschieden, dass weder Slipknot noch die Gäste von Evanescence auf die Bühne gehen konnten. […] Wir hatten gehofft, dass wir noch performen können. Jedoch wurde bei einer Situation auf der Bühne, welche nach dem Abbruch entstanden war, Equipment beschädigt oder zerstört, welches wir gebraucht hätten, um auftreten zu können.”