Statt sich davor zu fürchten, einmal wieder weggesperrt zu werden, hat der Hamburger Skandal-Rapper keine Angst vor dem Knast und spricht über die Zeiten hinter Gittern.

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Credit: Pressefoto Universal Music

Kassettenrecorder wird zur Tätowiermaschine
Deutsch-Rapper Gzuz feierte vor allem in den vergangenen drei Jahren viele Erfolge und konnte sich nicht nur in seiner Heimatstadt Hamburg, sondern auch in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Namen machen. Der Künstler fällt jedoch nicht nur im Positiven auf, sondern handelt häufiger ohne darüber nachzudenken, geniert sich nicht auf offener Straße einen Joint zu rauchen und landete in seiner Vergangenheit mehrfach im Gefängnis. Als Jugendlicher zum Beispiel musste er nach einem Einbruch einige Monate einbüßen und machte das Beste aus der Situation - er funktionierte einen Kassettenrecorder zur Tätowiermaschine um und ließ sich einige Tattoos wie die Worte “Fuck Cops” stechen.

“Ich hab im Knast für die Hofreinigung gearbeitet und da war ein Kassettenrecorder. Ich wusste, dass man aus der Maschine darin eine Tätowiermaschine bauen kann. Also hab ich’s geklaut und meinem Tätowierer im Knast gebracht. Der hat dann daraus an einem Tag eine Maschine gebaut und bekam von seinem Chef Nadeln und Farbe. Die Beamten kamen sogar nach Einschluss zu ihm und wollten von ihm was gemalt haben. Die Führungsschiene war der Strohhalm von ’nem Durstlöscher und dann gings los. Der Typ hat teilweise ganze Arme im Knast gemacht – mit allem Drum und Dran. Er hat mit einer Nadel schattiert. Bezahlt wurde mit Kaffee, Tabak, Schokolade oder Blättchen, das ist die Währung im Knast”, ließ Gzuz die Zeit hinter Gittern gegenüber “taetowiermagazin” Revue passieren.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Keine Angst vor dem Knast
Im gleichen Interview plauderte das Mitglied der 187 Strassenbande ebenfalls darüber, dass er keine Angst haben würde, erneut in einer Strafvollzugsanstalt einsitzen zu müssen. “Knast ist nie schön, aber manchmal ist er unumgänglich. Also ich hab keinen Schiss davor. Wenn es nochmal so weit kommt, dann ist das eben so. Sicher nicht ohne Grund, aber es kann jederzeit passieren. Wenn ich jetzt in eine Auseinandersetzung gerate oder so, werde ich nicht den Schwanz einziehen, nur weil ich Angst vorm Knast hab”, so Gzuz.

Abschließend gestand der Hamburger, dass er selbst die Mauern eines Gefängnisses überwinden würde, “wenn ihm jemand sagt, dass da 200.000 Euro drin” seien …