Mit einer kryptischen Nachricht hat sich Kollegah scheinbar in eine Auszeit verabschiedet und ließ alle Fotos und Videos auf seinem Instagram-Profil löschen. Doch was steckt dahinter?

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Credit: Frank Hoensch / GettyImages

Neue LP in Planung
Erst Mitte Juli 2019 richtete sich Deutsch-Rapper Kollegah an all seine Fans und erklärte ihnen, dass auch sie einige Pfunde verlieren, sich ebenfalls auf Tipps zum Gewichtsverlust und eine neue LP freuen können. Dazu sagte er beim Heimlaufen via Instagram-Story: “So, schön 40 Minuten Beine zerstört im Home-Gym und noch 20 Minuten HIIT dran gehängt in der Mittagshitze. So muss das sein. Und die Leute fragen mich oft: ‘Lieber Boss, wie soll ich das schaffen? Ich bin übergewichtig, meine Beine sind so schwer. Ich habe auch keine Zeit. Jeden Tag eine Stunde oder 90 Minuten Sport. Wie soll ich das schaffen? Das bekomme ich doch nie hin! Und überhaupt habe ich zu viel zu tun am Tag.’ Ich sage euch aber, wie ihr das trotzdem schafft: Ihr denkt zu viel nach, das ist der Fehler. Denkt nicht nach während der Tätigkeit, während dem Sport oder dem Hussle. Denkt vorher nach, während ihr die To-Do-Liste macht, was ihr zu tun habt. Aber sobald die Stoppuhr losgeht, denkt ihr nicht mehr nach. Es ist wie Meditation. Kopf ausschalten, nur den Befehl an die Beine geben und laufen - Tunnelblick. […] In diesen 20 Minuten wird die Welt nicht untergehen. Lasst euch nicht unterdrücken von dem ganzen Kram, der noch ansteht am Tag. Wenn ihr das in eurem Kopf habt, werden die Beine schwer, dann wird die Psyche schwach”, so Kollegah, der abschließend hinzufügte, dass er “auf der Tour so fit sein wie nie zuvor und alles zerstören”.

Doch seine angekündigte “Monument Tour 2019” könnte schon bald ins Wasser fallen: Ende September und somit gut zwei Wochen vor dem Start der zwölfteiligen Konzertreise, löschte der selbsternannte Boss alle Postings auf den sozialen Medien und scheint seine Fehler selbst zu reflektieren. “Als ich klein war, hätte ich mir niemals erträumt, dass mein Weg einmal so gross werden würde, wie er wurde. Mit mehr Erfolg kamen aber auch mehr Probleme, Feinde und am Ende Verrat aus dem engsten Kreis. Ich wollte immer allen Leuten um mich herum helfen und etwas für die Zukunft aufbauen. Das tat ich nach bestem Gewissen und mit reiner Absicht. Was im Internet über mich seit den letzten 15 Jahren verbreitet wurde und wird, auch all die Lügen, nehme ich mit erhobenem Haupt hin, denn ich weiss wer ich bin und die Wahrheit hat kein Verfallsdatum”, schrieb der nachdenkliche Rapper unter anderem nieder und fügte hinzu: "Ich wünsche allen EX-Alpha-Künstlern das beste auf ihrem weiteren Weg. Ich werde mich nun um familiäre Angelegenheiten kümmern und die anderen Baustellen. Es wird aufgeräumt. […] Ein Mann kann 100 Jahre leben, und darf 100 Jahre lang Fehler machen, aber niemals den selben Fehler 2 mal, und das werde ich nicht tun [sic].”

Mit letzterem Statement sprach Kollegah scheinbar einen Leak von privaten Nachrichten an, welche er in einem Gruppenchat an unter anderem Jigzaw geschickt hatte. In jenen Sprachaufnahmen lästerte der “Alpha Music Empire”-Boss über Kollegen wie KC Rebell, Capital Bra und Samra und wurde am Ende im Netz zur Schau gestellt. Seine Konsequenzen zog Kollegah im Anschluss und fügte hinzu: “Bis dahin wünsche ich meinen loyalen Supportern das allerbeste und danke euch für eure Treue, in guten wie in schlechten Zeiten.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Trauert um seine Großmutter
Und als wäre es nicht schon genug, dass Kollegah aus seinen “eigenen Kreisen” verraten worden war, musste er sich auch noch von seiner eigenen Oma verabschieden. Bevor der 35-Jährige seinen vorerst letzten Beitrag veröffentlichte, meldete er sich via Instagram-Story zu Wort und schrieb nachfolgende Worte für seine Omi nieder:

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Credit: kollegahderboss/ Instagram

Ob die Tour, welche am 10. Oktober 2019 starten soll, tatsächlich stattfinden wird, werden wir schon bald erfahren. Bis dahin kannst Du Dir noch immer Tickets für nachfolgende Städte ergattern:

10.10.19 – Capitol, Hannover
11.10.19 – Huxleys Neue Welt, Berlin
07.11.19 – Docks, Hamburg
08.11.19 – Turbinenhalle, Oberhausen
12.11.19 – E-Werk, Köln
13.11.19 – Lokschuppen, Bielefeld
14.11.19 – Haus Auensee, Leipzig
10.12.19 – Stadthalle, Offenbach
11.12.19 – Garage, Saarbrücken
12.12.19 – Löwensaal, Nürnberg
13.12.19 – Alter Schlachthof, Dresden
14.12.19 – Backstage, München