Nachdem 6ix9ine seine Kollegen vor Gericht mit in den Schlamassel gezogen hatte, meldete sich Cardi B selbst zu Wort und machte den Aussagen des Rappers den Garaus. Statt demnach der “Nine Trey Bloods” anzugehören, soll sie ein Mitglied der “Blood Hound Brims” sein.

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Rapper reißt andere mit ins Verderben
Dass US-Künstler 6ix9ine schon bald einige Jahre hinter Gittern verbringen wird, ist kein Geheimnis mehr. Stattdessen sitzt er seit dem 19. November 2018 in Untersuchungshaft und gestand sich bereits die Schuld im Bezug auf seinen Waffenbesitz, Drogenhandel, organisierte Kriminalität, einen bewaffneten Überfall und Auftragsmord ein. Und während sein ehemaliger Bodyguard Feheem “Crippy” Walter bereits zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe und sein Ex-Manager Kifano “Shotti” Jordan zu 15 Jahren im Gefängnis verurteilt worden war, wartet der “STOOPID”-Interpret noch immer auf das gerichtliche Urteil ...

Daniel Hernandez, so sein bürgerlicher Name, hat sich jedoch nicht nur seine Schuld eingestanden, sondern auch mit der Staatsanwaltschaft kooperiert und vor einem Richter im “Thurgood Marshall”-Gericht in Manhattan gestanden, dass weitere Kollegen von ihm noch immer auf freiem Fuß sind. Trippie Redd soll unterdes ebenfalls ein Mitglied der gefährlichen und berüchtigten “Nine Trey Blood”-Gang sein und jene Jungs und Mädels mit Geld versorgen, woraufhin sie sich Waffen leisten können. Und als sei dies alles noch immer nicht genug, soll Cardi B ebenfalls ihre Finger mit im Spiel haben … Doch genau diesen Gerüchten machte die “Bodak Yellow”-Interpretin Ende vergangener Woche den Garaus und gestand via Twitter, dass sie mit den “Nine Trey Bloods” nichts zu tun habe.

Du hast es selbst gesagt … Brim, nicht 9 Trey. Ich war noch nie bei 9 Trey oder wurde mit ihnen in Verbindung gebracht”, schrieb Cardi in einem Tweet nieder, welcher wenige Minuten später erneut aus dem Netz gelöscht worden war. Stattdessen meldeten sich ihre Pressesprecher von Atlantic Records beim Team vom “Billboard”-Magazin und versuchten jegliche Gang-Machenschaften in einem öffentlichen Statement zu verneinen …

Cardi B gesteht Mitgliedschaft
Dass Cardi B tatsächlich mit den sogenannten “Blood Hound Brims” - Kurzform Brims - in Verbindung steht, machte sie vor ihrem eigentlichen Durchbruch mit ihrem Nummer-eins-Alben “Invasion of Privacy” bereits zum Thema. In einem älteren Interview mit dem “GQ”-Magazin plauderte die New Yorkerin über ihre Vergangenheit und gestand: “Darum geht’s: Ich wollte darüber eigentlich niemals wirklich sprechen, weil ich immer einen Deal im Musikgeschäft haben wollte. Und ich wollte meine Partnerschaften und Werbeverträge behalten … Als ich 16 Jahre alt war, habe ich viel mit [sie machte eine längere Pause] Mitgliedern der Bloods herumgehangen. Ich habe mit ihnen gechillt. Und sie hatten gesagt: ‘Yo, du lässt es wirklich krachen. Du solltest nach Hause kommen und ein Blood werden.’ Und das habe ich getan. Ja, ich habe es getan. Und manchmal … Es ist nicht so, dass du sie verlässt und dann raus bist. Du kannst sie nicht verlassen. [Und dann wurde ich zur] Stripperin. Es hat mein Leben verändert. Als ich zur Stripperin wurde, haben mich Gangs einen Scheiß interessiert, weil ich einfach nur daran interessiert war, Geld zu verdienen. Und es gibt etwas, was ich noch sagen kann: Du kannst jedes Gang-Mitglied fragen. Wenn man in einer Gang ist, verdient man nicht einen Dollar. Und ich weiß, dass sich jedes Mitglied selbst fragt: ‘Warum bin ich da eingestiegen?’”

Im weiteren Verlauf des Interviews erklärte Cardi B, dass es “keine Loyalität” in solchen illegalen Gruppierungen gibt und sich einige Mitglieder selbst umbringen würden, nur um einen Rang höher zu kommen. “Ich rede darüber nicht so oft, weil ich keine junge Person, kein junges Mädchen, auf den Gedanken bringen möchte, dass es okay ist, beizutreten. Du könntest selbst jemanden fragen, der nur als Big Homie angesprochen wird und er würde dir sagen: ‘Werde kein Teil einer Gang.’ So einfach ist das. Es lässt dich kein Geld verdienen. Du verdienst damit kein Geld. Ich wiederhole das gerne.”