Lilja hatte den Rapper Anfang August 2019 vor Gericht vertreten und wurde nun Opfer eines gezielten Anschlags.

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Credit: Roberto Finizio / GettyImages

A$AP hinter Gittern
“Heute habe ich ein Strafverfahren gegen drei Personen eingeleitet. Es besteht der Verdacht auf Körperverletzung und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei den fraglichen Ereignissen um eine Straftat handelt - obwohl Selbstverteidigung und Provokation als Grund geltend gemacht werden”, erklärte ein zuständiger Richter laut “CNN” Anfang August 2019 in einem Gericht in Schweden und bestätigte somit das Verfahren gegen US-Rapper A$AP Rocky. “Um zu diesem Schluss zu kommen, habe ich mir die Videos angesehen, die uns zur Verfügung gestellt worden waren. Es ist erwähnenswert, dass ich auf eine größere Menge an Material - als das, was bisher im Internet veröffentlicht worden war - zugegriffen habe.“

Vier Wochen lang saßen Rocky und seine beiden Crew-Mitglieder Bladi und Thoto in Untersuchungshaft, bevor sie nicht nur von ihren Fans, sondern auch diversen anderen Prominenten und dem US-Präsidenten Trump supportet und vom Obersten Gerichtshof begnadigt worden waren. “Selbstverteidigung” hatte der Rapper als Grund des Angriffs auf einen 19 Jahre jungen Mann angegeben, doch laut den “BBC News” hatte sich A$AP “in keiner Situation befunden, in welcher er sich selbst hätte verteidigen müssen”. Stattdessen musste Rocky die Geldstrafe zahlen, weil er, “selbst als das Opfer am Boden lag, weiter auf ihn eingetreten hatte”. Umgerechnet rund 1.166 Euro musste er auf den Tisch legen und konnte mit seinen Kumpels erneut nach Hause jetten.

“Ich möchte mich aus der Tiefe meines Herzens bei allen Fans, Freunden und jeder Person auf dieser Welt, welche sich in den vergangenen Wochen für mich eingesetzt und supportet hat, bedanken. Ich kann gar nicht beschrieben, wie dankbar ich für euch alle bin”, schrieb der “Kids Turned Out Fine”-Interpret via Instagram nieder.

Anwalt wurde angeschossen
Während sich für A$AP Rocky scheinbar alles zum Guten gewendet hatte - schließlich sind die geforderten 1.166 Euro bei einem Vermögen von geschätzten sechs Millionen Euro nur ein Tropfen auf dem heißen Stein - musste nun sein schwedischer gerichtlicher Vertreter dran glauben: Wie die “huffingtonpost” auf Berufung der schwedischen Zeitschrift “expressen” berichtete, wurde Henrik Olsson Lilja beim Verlassen seines Hauses in Stockholm von einem maskierten Mann aufgesucht, welcher schließlich eine Waffe zog und dem Juristen in die Brust und ins Gesicht schoss. In einem schwarzen SUV soll der Täter vom Ort des Geschehens geflohen sein und wurde noch immer nicht gefasst.

Lilja selbst soll kurz nach dem Attentat noch die Kraft besessen haben, den Notarzt zu alarmieren und könnte sich somit das Leben gerettet haben. “Die Polizei hat in dem Fall mehrere Personen verhaftet und wird sie befragen. Die Polizei arbeitet auf Hochtour an verschiedenen Fronten und versucht die Ermittlungen voranzutreiben”, kann man unterdes auf der Website der schwedischen Behörden nachlesen. Ob Henrik Olsson Lilja explizit nach der gerichtlichen Vertretung von A$AP Rocky aufgesucht und niedergeschossen worden war, ist zum redaktionellen Zeitpunkt nicht bekannt. Auch zum aktuellen Gesundheitszustand des Anwalts ist nichts Näheres veröffentlicht worden.