Obwohl eine Krankenschwester aus Florida bereits zu spät dran war, hielt sie für einen hoffnungslosen weinenden Mann auf einer Brücke an und rettete ihm mit ein paar Worten das Leben.

Linkin Park

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Retter in letzter Not
Schon häufiger ist es vorgekommen, dass wir verschlafen haben, zu spät von zu Hause losgefahren sind oder einfach die Zeit vergessen haben. Am Ende beeilen wir uns, übersehen vielleicht einige Geschwindigkeitshinweise und konzentrieren uns nur auf das Hier und Jetzt, als uns um unsere Mitmenschen zu kümmern und aufeinander Acht zu geben.

Christina Settanni könnte darüber ein Liedchen singen und wurde im US-amerikanischen Bundesstaat Florida zur Heldin: Während die Krankenschwester einmal wieder über die State Road 408 fuhr, erblickte sie einen ihr fremden Mann, welcher weinend auf dem Vorsprung einer Brücke saß und verzweifelt ins Leere blickte. Statt einfach zur Arbeit zu fahren, verspürte sie laut “WKMG-TV” den Drang anzuhalten und folgte ihrem Instinkt. Wie Settanni gegenüber “Unilad” erklärte, wollte sie dem Fremden Gesellschaft leisten, weil sie ein ungutes Gefühl hatte und einfach nur den Kontakt zu dem Herrn suchte. Doch aus ihrem Mund kamen nicht irgendwelche Worte, sie zitierte eines ihrer absoluten Lieblingslieder der US-amerikanischen Band Linkin Park.

“Ich bin stehengeblieben, weil ich mich auch schon einmal in einer ähnlichen Situation befand. Jemand musste ihm zeigen, dass man sich für ihn interessiert. Ich war mir nicht sicher, ob es funktioniert, aber er hat viel geweint”, sagte die Krankenschwester laut dem Portal und soll an Ort und Stelle den Text von “One More Light” von sich gegeben haben: “Who cares if one more light goes out? Well I do.” [Deutsche Übersetzung: “Wen kümmert es, wenn noch ein anderes Licht erlischt? Na ja, es kümmert mich.”]

Wie die Sache ausgegangen ist? Laut einem eintreffenden Polizeibeamten wurde der verwirrte Mann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und soll sich auch weiterhin in Behandlung befinden.

Jede Hilfe kam zu spät
Unter Depressionen litt auch der einstige Linkin Park-Frontmann Chester Bennington, welcher sich am 20. Juli 2017 aus einem Akt der Verzweiflung letztendlich selbst das Leben genommen hatte. Nicht nur Millionen von Fans hatte der damals 40-Jährige auf dieser Welt zurückgelassen, sondern machte auch seine Ehefrau Talinda zur Widme und wird seinen sechs Kindern nicht dabei zuschauen können, wie sie einen Meilenstein nach dem anderen erklimmen werden.

 

 Hinweis der Redaktion 
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Solltest Du selbst das Gefühl haben, dass Du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst Du Hilfe von Beratern, die Dir Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.