In einem Live-Stream auf Instagram gestand Cardi B, dass sie als Stripperin “schlechte Entscheidungen getroffen”, Männer unter Drogen gesetzt und ausgeraubt habe. Als “Sexualstraftäterin” möchte sie dennoch nicht betitelt werden.

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Credit: David Dee Delgado / GettyImages

#SurvivingCardiB
Seit gut zwei Jahren ist Cardi B im Rap-Game vertreten und kann unzählige Personen vom Hocker hauen. Vor ihrer Karriere als Künstlerin zog sich die New Yorkerin regelmäßig für zahlende Kunden aus und machte sich als Stripperin einen Namen. Ihr eingenommenes Geld sparte sie und gestand im Dezember 2017 gegenüber der britischen “The Guardian”: “Ich habe damals mit einem Mann zusammengelebt, wir lebten bei seiner Mutter in einem kleinen Apartment mit zwei Pitbulls und Bettwanzen. Ich hatte kein Geld und konnte die Miete nicht bezahlen. Und von den 200 Dollar, welche ich selbst verdient hatte, kaufte ich mir Grass. Als ich dann im Strip Club anfing zu arbeiten, hatte ich mehr Geld und legte es an. Mit 21 hatte ich 23.000 Dollar gespart. Würden die Leute etwas dagegen sagen, wenn ich vorher eine Kassiererin gewesen wäre? Sie wollen, dass ich mich dafür schäme, dass ich getanzt habe. Das wird nie passieren. Ich habe viel Geld damit verdient, hatte Spaß dabei und es hat mich viel gelehrt. Es hat mir die Augen geöffnet, wie die Menschen sind, wie Männer mit Hunger, Leidenschaft und Ehrgeiz umgehen.”

Doch all das Geld scheint sie nicht auf legale Weise verdient zu haben. Stattdessen wurde ein Live-Stream aus dem Archiv hervorgekramt, in welchem Cardi B über andere Machenschaften sprach. Demnach soll sie Männer unter Drogen gesetzt und ausgeraubt haben. Ihre Fans veröffentlichten im Anschluss Tweets mit dem Hashtag “#SurvivingCardiB”.

Nimmt Stellung
In einer ersten offiziellen Stellungnahme schrieb die New Yorkerin folgende übersetzte Zeilen nieder: “Ich habe nie behauptet, perfekt zu sein oder aus einer perfekten Welt mit einer perfekten Vergangenheit zu stammen. Ich spreche stets meine Wahrheit und bleibe mir selbst treu. Ich bin Teil einer Hip-Hop-Kultur, in der du darüber sprichst, wo du herkommst und in der du über die falschen Dinge sprichst, die du tun musstest, um dahin zu gelangen, wo du jetzt bist”, erklärte Cardi B unter anderem. “Ob ich damals schlechte Entscheidungen getrogen habe oder nicht: Ich habe getan, was ich tun musste, um zu überleben”, heißt es abschließend.

Nimmt Stellung 2.0
Gut vier Monate nach ihrem Posting musste sich die “Bodak Yellow”-Interpretin ein weiteres Mal rechtfertigen und gestand in einer Instagram-Story, dass sie keine Sexualstraftäterin sei und sich mit dem Titel nicht kleiden würde.

“Ich mag es nicht, wenn Leute versuchen mich einen Vergewaltiger zu nennen. Ich mag diesen Scheiß nicht. Leute versuchen irgendwas wieder auszugraben und daraus irgendwas zu machen, was ich nicht getan habe”, sagte Cardi B und machte keinen Hehl daraus, dass sie einige Kunden tatsächlich ausgeraubt hatte. “Ich habe niemals auch nur eine Person angefasst, ich habe niemanden gef*ckt. Wenn man Sex mit jemandem hat, der bewusstlos ist oder den man vorher nicht um Erlaubnis gefragt hat - das ist eine Vergewaltigung. […] Bitches schmeißen keinen Scheiß in die Getränke von N*ggas. Diese N*ggas sind im Club und betrinken sich oder sind high. Ich habe so etwas nicht getan. Ja, ich habe mich an seiner Brieftasche zu schaffen gemacht, damit ich mir 40 Dollar für ein Taxi nach Hause leisten kann - denn sie wollen es nicht bezahlen. Habe ich etwas Falsches getan? Das war falsch, jedoch habe ich niemandem etwas angetan.”

Abschließend gestand Cardi B, dass sie ihren damaligen Ruf als Stripperin nicht aufs Spiel setzen wollte und niemanden unter Drogen gesetzt hätte ...