Nachdem Post Malones Privatjet im August 2018 notlanden musste, wurde die Maschine auf den Kopf gestellt und man fand heraus, dass mehrere Sicherheitsvorkehrungen ignoriert worden waren und die Crew den Schockmoment zu Verantworten hatte.

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Credit: Jeff Kravitz / GettyImages

Ein Schock für’s Leben
US-Superstar Post Malone wird den 21. August 2018 wahrscheinlich niemals mehr in seinem Leben vergessen, doch was war an jedem Tag passiert? Zum damaligen Zeitpunkt fuhr der “rockstar”-Interpret mit seiner gesamten Crew zum Flughafen Teterboro in New Jersey, chartetete einen Privatjet und machte sich auf den Weg in Englands Hauptstadt London. Doch schon kurz nach dem Abheben bemerkten die Piloten, dass sich das Fahrwerk nicht einfahren ließ, beide Reifen waren noch auf der Start- und Landebahn geplatzt. Der zuständige Flugzeugführer sandte einen Notruf aus, musste stundenlang Schleifen fliegen und auf Befehle des Bodenpersonals warten. Die “Gulfstream IV”-Maschine konnte letzten Endes am Stewart Airport in der Nähe von Newburgh eine Notlandung vollziehen, neun Feuerwehr- und zwölf Krankenwagen wurden bereitgestellt und bereiteten sich auf das Schlimmste vor.

Post Malone selbst meldete sich wenig später bei seinen Fans via Twitter zu Wort und gestand, dass ihm viele Leute den Tod an den Hals gewünscht hatten und er eine klare Botschaft für sie habe: “F*ck dich, nicht heute”, schrieb der Superstar abschließend nieder und befand sich im nächsten Privatjet auf dem Weg nach London.

Wirklich verarbeitet hatte er dieses Erlebnis im Übrigen nicht, sondern hat eine Flugangst entwickelt und sprach über jene Momente mit dem Team von “TMZ”: “Oh mein Gott. Ich hasse es im Allgemeinen, zu fliegen. Keine Ahnung, was ich sagen soll. Ich bin schockiert. Es gab ein ganzes Team an Bord und wir sind hier, hier auf der Erde. Ich brauche ein Bier und etwas Wein zur gleichen Zeit zusammengemixt.”

Flugzeugfehler durch Sicherheitsverstöße
Wie gerade erst abgeschlossene Ermittlungen bestätigen, war die Maschine an sich nicht der Grund für die Notlandung. Vielmehr war es die engagierte Crew, welche Flugzeugfehler durch Sicherheitsverstöße hervorgerufen hatte. Laut der Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten (Federal Aviation Administration), war der Privatjet mit Post Malone sowie elf Kumpels und Teammitgliedern, zwei Piloten und einer Stewardess sowie unzähligen Gepäckstücken viel zu voll beladen. Auch kommt noch dazu, dass sie vor der eigentlichen Notlandung ein weiteres Mal zum Flughafen zurückkehren mussten, nachdem eine der Türen vor dem Start nicht richtig geschlossen worden war und ein großes Sicherheitsrisiko dargestellt hatte. Rund 20 bis 30 Minuten nach der ersten Landung begab sich das Flugzeug ein weiteres Mal auf die Startbahn, wobei die Bremsen und Reifen noch nicht vollständig abgekühlt waren. Die Crew hatte demnach gegen alle Richtlinien und Sicherheitsvorkehrungen verstoßen und die Notlandung zu verschulden. Auch geht aus den Berichten hervor, dass der Jet stundenlang über New York kreisen musste, um Treibstoff schneller verbrauchen und demnach bei einer gescheiterten Notlandung nicht direkt in die Luft fliegen zu können ...

Ob Post Malone Anzeige erstatten wird oder mit dem Fall bereits abgeschlossen hat, ist derweil nicht näher beleuchtet worden.